Merkur Versicherung kauft die Nürnberger Versicherung Österreich

Der zweitgrößte heimische Krankenversicherer, die steirische Merkur Versicherung AG in Graz, übernimmt die Nürnberger Versicherung Österreich mit Sitz in Salzburg.

Merkur Versicherung kauft die Nürnberger Versicherung Österreich

Der zweitgrößte heimische Krankenversicherer, die steirische Merkur Versicherung AG in Graz, übernimmt die Nürnberger Versicherung Österreich mit Sitz in Salzburg. Die beiden Personenversicherer haben den Kaufvertrag unterzeichnet. Der bisherige Nürnberger-Standort in Salzburg bleibt mit seinen Mitarbeitern erhalten und soll zum Lebensversicherungsspezialisten der Merkur-Gruppe entwickelt werden, heißt es.

Mit der Akquisition stärkt sich die Merkur in der Sparte Lebensversicherung, erklärt Merkur-Vorstandssprecher Ingo Hofmann. Das Closing des Deals, für den noch behördliche Genehmigungen ausständig sind, erwartet er für März 2022. Bis zum vierten Quartal 2022 soll die Marke Nürnberger weiterverwendet werden, ab dem Jahr 2023 wird auf Merkur vereinheitlicht.

Nicht Teil des Erwerbs durch Merkur ist das Sachgeschäft der deutschen Nürnberger-Gruppe hierzulande, das in der Garanta Versicherungs-AG Österreich konzentriert ist: Die Garanta verbleibt am Standort Salzburg als Zweigniederlassung im Konzernverbund der Nürnberger Deutschland, soll aber künftig enger mit der Merkur-Gruppe kooperieren. Garanta ist in der Kfz-, der Schaden- und der Haftpflichtversicherung tätig.

Zur Vorsorge verpflichtet

Ziel sei es, das Garanta-Know-how bei der Weiterentwicklung der Schadenversicherung der Merkur zu nutzen. "Wir bleiben in Österreich weiterhin voll umfänglich als Schadenversicherer der deutschen Gruppe tätig", so Garanta-Vorstandsdirektor Kurt Molterer zur APA. Künftig werde Merkur auf drei starken Standbeinen stehen, der Gesundheits-, der Lebens- und der Sachversicherung, so Hofmann. Man wolle den erfolgreichen Weg der Nürnberger in der Fondsgebundenen fortsetzen, man schließe eine strategische Lücke. Die schlechteste Altersvorsorge sei, gar keine zu haben. "Wir sind doch nach wie vor auf die dritte Säule angewiesen."

Die Niedrigzinsphase sei für die konventionelle Lebensversicherung schon recht schwierig geworden. Derzeit komme man kaum auf ein Produkt, das sich für die Kunden rechne, bei Fondspolizzen sei das ganz anders, so Molterer. Vom Neugeschäft der Nürnberger sind voriges Jahr drei Viertel auf Fonds- und Indexpolizzen entfallen, 14 Prozent auf die Betriebsunterbrechung und nur noch 11 Prozent auf die klassische Er- und Ableben.

Die Nürnberger Versicherung Österreich mit 123 Mitarbeitern erzielte im Vorjahr 111 Mio. Euro Prämie, die Merkur-Gruppe hat 1.448 Beschäftigte in Österreich und Südosteuropa; in Summe erreichte sie 629,8 Mio. Euro Prämie, davon 447,1 Mio. Euro in der Krankensparte, womit man hier erstmals die Nummer 2 in Österreich war, 29,1 Mio. in Sach/Unfall sowie 43,5 Mio. Euro in der Sparte Leben. Zu den 541,1 Mio. Merkur-Einnahmen in Österreich kamen noch 91,6 Mio. in Slowenien, Kroatien und Serbien hinzu, das war rund ein Siebentel des gesamten Prämienvolumens. Besonders stark ist man in Slowenien mit allein dort 52,4 Mio. Euro.

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