Merkel: Schuldenkrise gefährdet Euro-Zone nicht

Die Schuldenkrise in Europa ist nach Einschätzung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel keine existenzielle Bedrohung für die Euro-Zone. "Ich glaube nicht, dass die Euro-Zone gefährdet ist", sagte Merkel am Dienstagabend in einem ARD-Interview.

"Aber wir haben doch Turbulenzen und Situationen, die habe ich mir auch vor anderthalb Jahren nicht träumen lassen. Das Allerwichtigste ist, dass wir neben den beschlossenen Rettungsmaßnahmen unsere Wirtschaftskraft besser aufeinander abstimmen." Merkel ermahnte schwächere Länder, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Aber es gebe ja viele Anstrengungen in Griechenland, Spanien und Portugal, sagte sie. Dies ermutige sie sehr zu sagen, "wir werden das schaffen und der Euro ist eine wichtige und starke Währung".

Mit Blick auf die Probleme Irlands sagte Merkel, es gebe einen Rettungsschirm, falls ein Land diese Hilfe benötigen sollte. Das sehe sie im Moment aber nicht. Die Hilfe könne beantragt werden, wenn der Euro als Ganzes gefährdet sei.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hatte zuvor bei einer Konferenz in Brüssel vor einem Zerbrechen der Euro-Zone und der Europäischen Union gewarnt. "Wir sind in einer Überlebenskrise", sagte er. "Wir alle müssen zusammenarbeiten, um das Überleben der Euro-Zone zu sichern." Das Ende der Euro-Zone bedeute auch das Ende der Europäischen Union.

- APA

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