Merkel für Lagarde als neue IWF-Chefin

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat in Singapur für die französische Finanzministerin Christine Lagarde als nächste Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) geworben. Merkel sagte am Donnerstag bei einem Vortrag, Lagarde sei politisch wie ökonomisch sehr gut für die Aufgabe qualifiziert.

Neben Lagarde tritt Mexikos Notenbankchef Agustin Carstens als Kandidat an. Der IWF-Posten wurde vakant, nachdem Dominique Strauss-Kahn als Direktor wegen einer Sexaffäre zurückgetreten war.

Allerdings machte die deutsche Kanzlerin klar, dass es langfristig keinen Automatismus mehr bei der Besetzung des Spitzenpostens von IWF und Weltbank geben dürfe. Es sei kein Naturgesetz, dass sich Amerikaner und Europäer die Toppositionen teilen, sagte Merkel. "Da kann es keine Erbhöfe geben. Es muss jeweils neu und offen entschieden werden." Die besten Kandidaten müssten sich durchsetzen.

Seit Gründung der beiden Organisationen vor mehr als 60 Jahren stellten die USA immer den Weltbankpräsidenten und die Europäer immer den IWF-Chef. Inzwischen halten aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien, Brasilien und Mexiko dieses Besetzungsverfahren aber für überholt und pochen auf mehr Mitsprache.

- APA

Wirtschaft

12 Fragen: Den Brexit verstehen

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Versicherung

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession

Wirtschaft

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession