Mehrere Tote und Hunderte Verletzte in Kairo

Nach heftigen Ausschreitungen in der Nacht mit bis zu vier Toten hat sich am Donnerstag in der Früh die Lage auf dem Tahrir-Platz in Kairo etwas entspannt. Nach wie vor halten sich mehrere hundert Regimegegner auf dem Platz auf, auf dem sie seit neun Tagen den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Mubarak fordern. Die Armee nahm unterdessen laut TV-Sender Al-Arabiya mehrere Menschen fest.

In der Nacht zuvor sollen vier Menschen durch Schüsse ums Leben gekommen sein, wie Al-Arabiya unter Berufung auf Augenzeugen meldete. Laut CNN sprach auch das ägyptische Gesundheitsministerium am Donnerstag von vier Toten. Zunächst unklar war aber, ob es sich dabei um die Opfer seit Mittwoch handelte oder nur um die Zahlen der Nacht.

Am Mittwoch hatten sich Regimegegner und Anhänger Mubaraks blutige Straßenschlachten geliefert. Schlägertrupps und Knüppel schwingende Reiter auf Kamelen und Pferden stürmten in die zunächst friedlich demonstrierende Menge. Die Kontrahenten bewarfen sich später aus nächster Nähe mit voller Wucht mit Steinen. Das Militär, das sich zunächst zurückgehalten hatte, setzte am späten Nachmittag Wasserwerfer ein, um dem Treiben ein Ende zu setzen.

Mubarak hatte am Dienstag angekündigt, bei den für September geplanten Präsidentschaftswahlen nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Der Opposition geht dieses Zugeständnis aber nicht weit genug.

Das österreichische Bundesheer flog unterdessen wieder Touristen aus Ägypten aus. Eine Transportmaschine vom Typ C-130-Hercules aus Luxor kommend landete um 23.05 am Mittwochabend am Wiener Flughafen, wie Peter Barthou, Presseverantwortlicher des Verteidigungsministeriums, der APA auf Anfrage mitteilte. An Bord der Maschine seien 62 Passagiere gewesen, darunter 59 Österreicher, zwei Australier und ein Deutscher.

- APA

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