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Mehr Bewohner als Betten in Touri-Großstädten in Österreich

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Salzburg, einer der großstädtischen Touristenmagnete Österreichs
©APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
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Kürzlich hat die Zahl der Gästebetten in der Altstadt von Venedig die Einwohnerzahl überholt - mit rund 50.000 zu rund 49.000. Mehr Gästebetten als Bewohner gibt es zwar auch in österreichischen Touristenhochburgen, aber nicht in den Großstädten, die auch besonders viele Reisende anziehen. Nur in der Wiener Innenstadt gibt es eine Annäherung zwischen der Zahl der Anrainer und der Gästebetten - dennoch gibt es um fast 30 Prozent mehr Einwohner.

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Kürzlich hat die Zahl der Gästebetten in der Altstadt von Venedig die Einwohnerzahl überholt - mit rund 50.000 zu rund 49.000. Mehr Gästebetten als Bewohner gibt es zwar auch in österreichischen Touristenhochburgen, aber nicht in den Großstädten, die auch besonders viele Reisende anziehen. Nur in der Wiener Innenstadt gibt es eine Annäherung zwischen der Zahl der Anrainer und der Gästebetten - dennoch gibt es um fast 30 Prozent mehr Einwohner.

So wohnen in Wien Innere Stadt rund 16.600 Menschen. Die Zahl der Hotelbetten beträgt rund 11.800, hieß es von wien.info auf APA-Anfrage. Somit gibt es konkret um 28,92 Prozent mehr "Einheimische" als Touristen nach Betten - rechnet man die geschätzt 500 Angebote von Kurzzeitvermietungsplattformen wie Airbnb nicht dazu. Zum Vergleich: In ganz Wien gibt es knapp 75.000 Gästebetten in Hotels und Pensionen, 21.500 in Jugendherbergen, Privatquartieren, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sowie etwa 10.000 Airbnb-Angebote.

Die meisten Betten in Wien werden in der 4-Stern-Kategorie mit knapp 34.000 in 166 Hotels ausgewiesen. 3-Stern-Betten gibt es fast 23.400 in 154 Hotelbetrieben. Luxusbetten gibt es mehr als 9.000 in den 25 5-Stern-Resorts.

Ein weiterer großstädtischer und weltweit bekannter Touristenmagnet in Österreich mit einem besonders internationalen Gästemix ist die Stadt Salzburg. Einwohner hat die Mozartstadt rund 160.000, das macht in der Alpenrepublik schon Platz vier insgesamt. Gästebetten gibt es laut Auskunft der Stadtgemeinde derzeit rund 14.100. Dazu kommen geschätzte 800 Airbnb-Einheiten.

Einheiten bzw. Angebote entsprechen hierbei nicht der genauen Bettenzahl, diese übertrifft die Zahl der Angebote. Das gilt auch für die Angaben zu Wien.

Auch Innsbruck, mit gut 130.000 Einwohnern fünftgrößte Stadt Österreichs, zieht ein verhältnismäßig internationales Publikum an. Doch Gästebetten gibt es "nur" 9.174 - dies beinhaltet Betten in Hotels, Schutzhütten, Airbnb, Privatzimmervermieter, Ferienwohnungen, wie Innsbruck Tourismus auf Anfrage mitteilte. Hotelbetten allein stehen in der Tiroler Landeshauptstadt derzeit 7.680 zur Verfügung. Dazu kommen derzeit 444 gelistete Airbnb-Einheiten.

Die Altstadt der Tourismus-Megametropole Venedig droht indes unter dem Druck des Massentourismus auszusterben. In der weltberühmten Stadt hat die Zahl der Touristenbetten im Dezember die Einwohnerzahl überholt. Gästebetten gab es 50.016 und Bewohner 49.211, gaben der Verband Venessia.com auf Basis von Daten des städtischen Standesamtes bekannt. Samt Festland-Bewohnern hat Venedig gut 260.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Immer mehr weichen aus der Altstadt dorthin aus.

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