Trend Logo

Lufthansa könnte ITA nach 2027 voll übernehmen

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Dem Lufthansa-Einstieg bei ITA gingen lange Verhandlungen voraus
©APA/APA/dpa/Hannes P Albert
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die AUA-Mutter Lufthansa hält die volle Übernahme der italienischen staatlichen Fluglinie ITA Airways nach 2027 für möglich. Dann könnte man die vollen Synergien des Deals nutzen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

von

2025 komme man auf 20 bis 30 Prozent der Synergien und 2026 bis 2027 auf 70 bis 80 Prozent. Die Kostenstruktur von ITA werde sich weiter verbessern und die Übernahme mache Lufthansa noch europäischer, sagte Spohr. Der Deal werde sich auch für Lufthansa-Investoren positiv auswirken. Lufthansa-Vorstand Michael Niggemann sagte, ITA sei als neue Airline und damit als eine Art Start-up effizienter als die anderen Hub-Airlines der Lufthansa-Gruppe. So seien die Personalkosten um etwa 20 Prozent niedriger als in Deutschland und die Produktivität um rund 20 Prozent höher.

Die EU-Wettbewerbsaufsicht hatte am Mittwoch nach langen Verhandlungen grünes Licht gegeben für den Einstieg der Lufthansa bei der Alitalia-Nachfolgerin mit zunächst 41 Prozent. Die Lufthansa erreicht damit nach mehreren Anläufen das Ziel, an ihrem zweitwichtigsten Markt außerhalb ihrer Heimatmärkte nach den USA zu wachsen. Auch die anderen beiden europäischen Luftfahrtkonzerne IAG und Air France-KLM wollen sich mit Übernahmen stärken.

ITA, vor vier Jahren saniert und geschrumpft aus der chronisch defizitären Staatsairline Alitalia hervorgegangen, soll vom Netzwerk der Lufthansa profitieren. Sie wird die fünfte Netzwerk-Airline des Konzerns neben Lufthansa, Austrian Airlines (AUA), Brussels Airlines und Swiss. Der Flughafen Rom Fiumicino soll als sechstes und südlichstes Drehkreuz zu Frankfurt, München, Wien, Zürich und Brüssel hinzukommen.

Die Lufthansa hatte mit der italienischen Regierung im Mai 2023 den Kauf von zunächst 41 Prozent an ITA für 325 Mio. Euro vereinbart. Zudem wurden Optionen für eine vollständige Übernahme, frühestens ab 2025, festgelegt.

Über die Autoren

Logo
Abo ab €16,81 pro Monat
Ähnliche Artikel
Der Konsum stockt
Nachrichtenfeed
Chinas Wirtschaft verliert an Schwung
Apple sichert kostenlosen Zugang zum NFC-Chip zu
Nachrichtenfeed
Streit um Bezahlsystem: Apple entgeht EU-Wettbewerbsstrafe
Neue KI-unterstützte Smartwatch Galaxy Watch Ultra
Nachrichtenfeed
Neue Samsung-Produkte im Zeichen der KI
Volkswagen kappt Prognose - Werk in Brüssel auf Prüfstand
Nachrichtenfeed
Volkswagen kappt Prognose - Werk in Brüssel auf Prüfstand
Hollywood-Konzern kämpft seit einigen Jahren mit Problemen
Nachrichtenfeed
Skydance schluckt Hollywood-Studio Paramount
Blick auf die Vulkaninsel Stromboli nahe der Nordküste Siziliens
Nachrichtenfeed
Teuerung belastet Brieftaschen von Italien-Reisenden
US-Phänomen beim Homeoffice erinnert an Simpsons-Folge
Nachrichtenfeed
Fast wie bei Homer Simpson: US-Firmen kämpfen mit Fake-Fleiß
Elektro-Autos von BYD in einem chinesischen Hafen
Nachrichtenfeed
Chinesische Autohersteller kritisieren EU-Strafzölle
Peking zahle den Autobauern unfaire Subventionen, so die Kommission
Nachrichtenfeed
E-Autos aus China: EU führt vorläufige Strafzölle ein
Lufthansa kauft in Italien zu
Nachrichtenfeed
Lufthansa darf italienische Staatsairline ITA übernehmen
Nachrichtenfeed
EZB-Chefin gibt bei Inflation noch keine Entwarnung
Skilehrer ist der viertmobilste Beruf in Europa
Nachrichtenfeed
EU-Rechnungshof rügt mangelnde Anerkennung von Diplomen