Lotteriekonzession geht wie erwartet an Österreichische Lotterien

Die Interessentensuche für die österreichische Lotteriekonzession ist beendet. Die Lizenz geht wie erwartet an die Österreichische Lotterien GmbH.

Das Finanzministerium hat die entsprechenden Bescheide erlassen, teilte das Büro des für Glücksspiel zuständigen Finanzstaatssekretärs Schieder mit. Die nun vergebene Lottolizenz gilt ab dem 1. Oktober 2012 und behält seine Gültigkeit für 15 Jahre.

Österreich musste nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) erstmals seine Glücksspiellizenzen europaweit ausschreiben. Die Lizenz beinhaltet neben dem klassischen Lotto ("6 aus 45"), Toto und Bingo auch die Berechtigung zum Online-Zocken (Elektronische Lotterien). Die bisherige Monopolistin hat sich gegen drei weitere Bewerber, darunter der Online-Sportwettenkonzern bet-at-home sowie der SMS-Spielanbieter Lottelo, durchgesetzt. Drei der vier Anträge seien "an den Mindestbedingungen des Glücksspielgesetzes gescheitert", heißt es.

Laut Finanzministerium ist die Lottokonzession "die breitenwirksamste österreichische Glücksspiellizenz". Deswegen habe der Gesetzgeber "hohe Schutzauflagen mit dieser Konzession verbunden", wird die Vergabe erläutert. Und weiter: "So darf eine Lotterienkonzession nur an einen Konzessionswerber erteilt werden, der über transparente Konzernstrukturen, unbedenkliche Eigentümerverhältnisse, fachlich ausreichend qualifizierte Geschäftsleiter und eine Satzung verfügt, die die Sicherheit und die ordnungsgemäße Spieldurchführung nicht gefährdet."

Bisher wurde die Konzession stets "freihändig" an die Lotterien vergeben. Die neue Lizenz kostet 100.000 Euro, im Gegenzug winken wieder Einnahmen in Milliardenhöhe. Die Berechtigung umfasst Lotto, Toto, Zusatzspiel, Sofortlotterien, Klassenlotterien, Zahlenlotto, Nummernlotterien, Bingo, Keno.

Bet-at-home ist von der Entscheidung "nicht überrascht", "da die Ausschreibungskriterien auf den heimischen Monopolisten zugeschnitten waren", so das Unternehmen. Man werde sich die Entscheidungsgründe näher ansehen und dann über die weitere Vorgehensweise entscheiden, so ein Sprecher auf die Frage, ob der Konzern rechtliche Schritte gegen die Vergabe erwägt.

- APA

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