Lonza machte 2022 Gewinnsprung und schüttet Geld an Aktionäre aus

Lonza machte 2022 Gewinnsprung und schüttet Geld an Aktionäre aus

Lonza machte 2022 Gewinnsprung und schüttet Geld an Aktionäre aus

Der für den Impfstoff-Auftrag von Moderna bekannte Schweizer Pharmazulieferer Lonza ist im Geschäftsjahr 2022 erneut kräftig gewachsen und hat einen Gewinnsprung gemacht. Davon sollen nicht zuletzt auch die Aktionäre profitieren. Die Investitionen in das künftige Wachstum werden gleichzeitig vorangetrieben.

Lonza steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr zu konstanten Währungen um 15,1 Prozent auf 6,22 Milliarden Franken (6,2 Mrd. Euro). Das Unternehmen habe nicht zuletzt von einer "Umsatzspitze" bei den im Zusammenhang mit der Coronapandemie verkauften Medikamenten profitiert. Das habe sich auch positiv auf die Marge ausgewirkt.

Der um Sonderposten bereinigte Betriebsgewinn (Kern-EBITDA) stieg mit einem Plus von 19,8 Prozent auf 2,00 Mrd. Franken stärker als die Verkäufe. Die entsprechende Marge legte zum Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 32,1 Prozent zu. Der Reingewinn stieg auf 1,22 Mrd. Franken, nach 677 Mio. Franken im Vorjahr. 2021 hatte noch eine Altlast die Bilanz getrübt. Gemeint ist die Sanierung einer Giftmülldeponie, für die 285 Mio. Franken zurückgestellt wurden.

Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 3,50 Franken je Anteil. Das sind 50 Rappen mehr als im Vorjahr.

Darüber hinaus kündigte Lonza ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. Franken an. Dieses soll noch im ersten Halbjahr 2023 starten und rund zwei Jahre dauern.

Lonza schwimmt seit dem Verkauf des Chemiegeschäfts im Sommer 2021 für 4,2 Mrd. Franken im Geld. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen außerordentliche Kapitalrückführungen an die Aktionäre jedoch ausgeschlossen, weil das Geld in neue Anlagen gesteckt werden sollte. Der Aktienrückkauf werde die Fähigkeit des Unternehmens, in organisches Wachstum und in ergänzende Akquisitionen zu investieren, nicht beeinträchtigen, betonte Lonza nun am Mittwoch.

Das Prunkstück von Lonza ist und bleibt die Sparte "Biologics", also die biotechnologische Auftragsfertigung, wo der Konzern Weltmarktführer ist. Der Bereich steht für mehr als die Hälfte des Lonza-Umsatzes und ist letztes Jahr um fast 22 Prozent gewachsen. Das Segment profitierte laut Lonza bei einem "robusten" Basisgeschäft und von der "Umsatzspitze" bei Coronamedikamenten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2023 stellt Lonza nun etwas niedriger Wachstumsraten als zuletzt in Aussicht. Versprochen werden ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich sowie eine Kern-EBITDA-Marge von 30 bis 31 Prozent.

Die von der Covid-Pandemie getriebenen Geschäfte hätten 2022 ihren Höhepunkt erreicht, erklärte Lonza hierzu. Den Rückgang des coronabedingten Umsatzes werde die "starke" zugrunde liegende Geschäftsentwicklung ausgleichen.

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