Linke Gruppen protestierten in Wien gegen WEF-Gipfel

Rund 500 Menschen haben laut Polizeiangaben am Dienstag in Wien gegen das World Economic Forum (WEF) demonstriert. Am Dienstagabend sollte der Auftakt der Regionalkonferenz des WEF zu Zentralasien und dem Kaukasus stattfinden, zu der sich Konzernchefs und mehrere ausländische Staats- und Regierungschefs angekündigt hatten.

Die Demonstration begann mit einer Kundgebung durch linke Gruppen auf dem Yppenplatz in Wien-Ottakring, die Teilnehmer marschierten von dort zum Christian-Broda-Platz in Wien-Mariahilf.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot bei der Demonstration präsent - mehrere Dutzend Polizisten sicherten die Veranstaltung, rund 30 Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. Bei der Kundgebung am Yppenplatz sprachen Aktivisten der Sozialistischen Jugend (SJ), der Kommunistischen Jugend (KJÖ) sowie der Sozialistischen Linkspartei (SLP). Bei dem Treffen des WEF gehe es um eine Einigung zwischen Vertretern des Kapitals, die nicht demokratisch ablaufe und keiner Kontrolle der Regierung unterliege, sagte ein Aktivist der SJ. "Es ist wichtig, dass wir hier sind, weil der linke Protest gegen solche Veranstaltungen in Österreich schwach ist", so der Redner.

Ein Sprecher der SLP erinnerte an den "internationalen Kampf" gegen die "kapitalistische Unterdrückung", der sich gleichermaßen in den Massenprotesten in Spanien in der vergangenen Woche, sowie bei den Erhebungen gegen Diktatoren in der arabischen Welt äußere. Das Österreich während des WEF-Gipfels die Grenzen abriegle und Tausende Polizisten auf die Straße schicke, um eine protestfreie Zone zu schaffen, sei ein "demokratiepolitische Katastrophe". Der Redner der Kommunistischen Jugend forderte weitere Proteste gegen Repressionen der Polizei und die "Zerschlagung des Imperialismus."

- APA

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