Lieferketten-Chaos drückt auf Wirtschaftskraft

OeNB-Gouverneur Robert Holzmann

Lieferketten-Chaos drückt auf Wirtschaftskraft

Lieferketten-Chaos drückt auf Wirtschaftskraft

Corona hat die Lieferketten der Wirtschaft durcheinandergewirbelt. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, "wie störungsanfällig weltweite Lieferketten sein können", betonte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Robert Holzmann, am Montag anlässlich der Eröffnung der zweitägigen Conference on European Economic Integration (CEEI). In Österreich sei es dadurch im zweiten und dritten Quartal zu Wachstumseinbußen von im Branchenschnitt rund 0,3 Prozentpunkten gekommen.

Die durch die Covid-19-Pandemie verursachten Lieferengpässe hätten die industrielle Produktion und den Außenhandel "massiv beeinträchtigt". Dies wiederum habe die "Abhängigkeit Europas von Importen aus Ländern wie China sichtbar gemacht". International stark betroffen sei vor allem die Automobilindustrie, die in den Ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) volkswirtschaftlich besonders bedeutsam sei.

Als Schlüsselfaktoren für Wachstum und Entwicklung seien globale Wertschöpfungsketten aus der heutigen Weltwirtschaft nicht mehr wegzudenken, so Holzmann. In den vergangenen dreißig Jahren hätten sich auch die Länder im CESEE-Raum im Rahmen international aufgebauter Lieferketten "sehr gut positionieren und im Zuge eines bemerkenswerten Aufholprozesses zu stärker fortgeschrittenen Volkswirtschaften aufschließen können".

Zusätzlich zu den Herausforderungen infolge der Pandemie "treibt das wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen den wirtschaftlichen Strukturwandel voran". Dadurch könnten die Preise für gewisse Rohstoffe noch weiter in die Höhe gehen - "und das zusätzlich zur konjunkturbedingt anziehenden Inflation", so der OeNB-Gouverneur.

"Abzuwarten bleibt, inwieweit die derzeitigen Autonomiekonzepte und Regionalisierungsüberlegungen von Unternehmen letztlich in die Praxis umgesetzt werden, und inwieweit die CESEE-Länder von Produktionsrückverlagerungen nach Europa profitieren werden", gab Holzmann zu bedenken. Aufgrund des meist geringeren Wertschöpfungsanteils der Produktion in dieser Region seien zusätzlich Antworten darauf gefragt, wie die CESEE-Länder im Rahmen weltweiter Lieferketten auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben könnten, ohne in die Spezialisierungsfalle zu tappen.

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