Libyens Rebellen gegen Rücktrittsangebot Gaddafis

Libyens Machthaber Gaddafi hat den Aufständischen ein Treffen angeboten, um seinen Rücktritt gegen Garantien zu ermöglichen. Das berichtet Al-Jazeera. Auch die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" vermeldete, Gaddafi habe Kontakt zum Nationalrat der Aufständischen in Benghazi aufgenommen, angeblich um vorzuschlagen, dass er mit seiner Familie ins Exil geht. Der Nationalrat lehnte das Angebot ab.

Zuvor hatte es geheißen, die libysche Opposition sei laut ihrem Anführer Jalil bereit, auf einen Prozess gegen Gaddafi zu verzichten, wenn der Machthaber das Land verlässt. "Wenn Gaddafi akzeptiert, das Land zu verlassen, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, würden wir die Forderung aufgeben, dass er vor ein Gericht gestellt werden muss", sagte Ex-Justizminister Jalil dem Magazin "stern".

Unterdessen flogen Kampfflugzeuge von Gaddafi am Dienstag neue Angriffe gegen die Stadt Ras Lanuf im Osten des Landes. Dies berichteten arabische Fernsehsender. Angaben über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Die Stadt am Mittelmeer war schon am Vortag von Gaddafi-Truppen angegriffen worden. Die US-Regierung erteilte indes den Forderungen nach Waffenlieferungen an die Gegner Gaddafis vorerst eine Absage. Dafür sei es "zu früh", sagte Sprecher Jay Carney am Montag.

Das Weiße Haus in Washington teilte mit, es diskutiere mit der libyschen Opposition auf "verschiedenen Kanälen". Regierungssprecher Carney sagte, Waffenlieferungen an die Rebellen sei eine der Möglichkeiten, die erwogen würden. Es wäre allerdings "verfrüht, einen Haufen Waffen an ein Postfach im Osten Libyens zu schicken", fügte er hinzu.

Der libysche Außenminister Kussa warf Frankreich, Großbritannien und den USA vor, mit einer Verschwörung die Spaltung Libyens voranzutreiben. Die drei Staaten seien zu diesem Zweck mit den Rebellen in Ostlibyen in Kontakt, sagte Kussa am Montag vor Journalisten in Tripolis. "Der Kolonialismus ist wieder zurückgekehrt", so Kussa. Libyens territoriale Integrität sei jedoch unantastbar. "Wir werden dafür sterben."

- APA

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