Libyens Ex-Machthaber Gaddafi erschossen

Libyens Ex-Machthaber Gaddafi ist bei einem Angriff der Truppen des Nationalen Übergangsrates ums Leben gekommen. Gaddafi sei an Folgen eines Angriffs auf seinen Autokonvoi gestorben, berichteten Medien. Der 69-Jährige soll Schussverletzungen in beiden Beinen erlitten haben. Zudem sei ihm in den Kopf geschossen worden, berichtete der Sender Libya TV.

Der Sender Al-Arabiya meldete, in Sirte seien Gaddafis Sohn Muatassim und Abdullah al-Sanussi, ein enger Vertrauter des ehemaligen Machthabers, festgenommen worden. Ein weiterer hochrangiger Kommandant Gaddafis soll getötet worden sein. Der mächtigste Sohn des getöteten Diktaros, Saif al-Islam, soll weiter auf der Flucht sein und sich in der südlibyschen Wüste aufhalten.

Gaddafi soll sich nach übereinstimmenden Berichten bis zuletzt in Sirte aufgehalten haben. Seine Heimatstadt war am Donnerstag von Milizen des Übergangsrates nach wochenlangen Kämpfen erobert worden. Sirte war die letzte Bastion des Widerstandes der Gaddafi-Getreuen. Damit ist die 41 Jahre lange Herrschaft des langjährigen Diktators endgültig beendet.

NATO-Angriffe auf Gaddafi-Truppen

Die NATO, die seit dem Beginn des Konflikts 26.089 Lufteinsätze (davon 9.618 Angriffsflüge) geflogen hat, hat in der Früh einen Autokonvoi in der umkämpften libyschen Stadt Sirte bombardiert, in dem sich möglicherweise Gaddafi befand. Wie ein Sprecher des NATO-Einsatzes in Libyen mitteilte, bomardierten NATO-Flugzeuge um 8.30 Uhr Ortszeit "zwei Militärfahrzeuge der Pro-Gaddafi-Truppen", die als Teil eines größeren Konvois nahe Sirte unterwegs waren.

Laut NATO-Diplomaten werden Angaben der neuen Führung in Libyen geprüft, wonach sich Gaddafi in dem Konvoi befand und gefasst wurde, nachdem die Fahrzeuge durch den NATO-Angriff gestoppt wurden. Dies habe die Gefangennahme des zunächst noch lebenden, aber schwer verletzten Gaddafi möglich gemacht, hieß es.

- APA, Red

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