Krieg gegen Gaddafi: Luftschläge der Allierten in Libyen gehen weiter

Die Koalitionsstreitkräfte haben ihre Angriffe auf die Truppen des libyschen Staatschefs Gaddafi die dritte Nacht in Folge fortgesetzt. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera Dienstagfrüh berichtete, wurden Radaranlagen zweier Luftabwehrstellungen östlich der Aufständischen-Hochburg Benghazi attackiert. Auch zwei Marinestützpunkte in der Hauptstadt Tripolis seien angegriffen worden.

Immer wieder war in Tripolis starkes Luftabwehrfeuer der Regierungstruppen zu hören. Bilder des US-Senders CNN zeigten, wie Salven von Leuchtspurmunition den Himmel über der libyschen Hauptstadt erleuchteten.

Eine Al-Jazeera Korrespondentin berichtete von zwei starken Explosionen. Im Hafen seien anschließend zwei heftige Feuer ausgebrochen. Offensichtlich seien Marinestützpunkte Ziel der Attacken gewesen. Auch die Flughäfen in Gaddafis Geburtsort Sirte und in Sebha seien angegriffen worden, berichtete Al-Jazeera unter Berufung auf Angaben der Führung in Tripolis. Wie Gaddafis Sprecher mitgeteilt habe, seien dabei auch Zivilisten getötet worden.

US-Präsident Obama kündigte eine baldige Übergabe der Einsatzführung an. Er gehe davon aus, dass europäische und arabische Länder in Kürze das Kommando übernehmen werden, sagte er. Zugleich bekräftige Obama seine Forderung nach einem Machtwechsel in Libyen: "Gaddafi muss gehen."

Der Weltsicherheitsrat hat unterdessen einen Antrag Libyens auf eine Dringlichkeitssitzung wegen der "militärischen Aggression" gegen das Regime von Gaddafi abgelehnt. Das mächtigste UNO-Gremium wird sich erst am Donnerstag mit der Situation in dem Land befassen. Diese Sitzung mit einer geplanten Unterrichtung durch Generalsekretär Ban ist Teil der vom Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution, die die Luftschläge autorisiert. Erlaubt sind alle militärischen Maßnahmen außer Bodentruppen - solange es dem Schutz von Zivilisten dient.

- APA

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