Kentucky Fried Chicken: Iraner essen "Huhn vom Erzfeind"

Weitere 500 Filialen sollen im ganzen Land hinzukommen, berichtete die "Wiener Zeitung" am Montag in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf iranischen Medien. Es sei eine Ironie des Schicksals, "dass die Perser nun quasi 'Huhn vom Erzfeind' bekommen", hieß es.

Die Ankündigung überrascht Experten, da US-Firmen Geschäfte mit dem Iran wegen der angespannten politischen Situation (Stichwort Atomstreit) normalerweise komplett meiden. Die zu Yum Brands gehörende Kette wurde wegen ihrer Verbindung zum politischen Erzfeind USA deswegen auch im Zuge der Islamischen Revolution 1979 im Iran geschlossen, so die "Wiener Zeitung".

Amir-Hossein Alizadeh, der Lizenzinhaber der bekannten Kette, die sich auf die Verarbeitung von Geflügelgerichten spezialisiert hat, musste sich bei den lokalen Behörden fünf Jahre lang energisch dafür einsetzen, dass KFC wieder im Iran tätig sein darf. Anders als der McDonald's-Konzern, der 1994 eine Filiale eröffnete, die schon nach zwei Tagen geschlossen wurde, will KFC sich demnach nachhaltig im Iran etablieren.

Insidern zufolge dürfte die US-Regierung der Eröffnung keine Steine in den Weg legen, hieß es in dem Bericht, da Fast-Food-Ketten von den Sanktionen nicht betroffen sind. Aus der US-Botschaft in Wien verlautete, man wolle die Angelegenheit nicht kommentieren. In den USA werden unter dem Markenlabel KFC 5200 Restaurants betrieben, weltweit sind es etwa 15.000. KFC sieht sich als größte Systemgastronomie-Kette der Welt. Neben KFC gehören unter anderem noch Pizza Hut und Taco Bell zum Konzern.

APA

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