Kärntner Hypo: Kulterer will trotz U-Haft Pressekonferenz geben

Der ehemalige Vorstandschef der Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank, Wolfgang Kulterer, will trotz der derzeit über ihn verhängten U-Haft eine Pressekonferenz geben.

Aus dem entsprechenden Antrag an die Klagenfurter Staatsanwaltschaft geht hervor, dass er mit dem Pressegespräch der "unrichtigen und unvollständigen Medienberichterstattung" entgegentreten will.

Seitens der Justiz zeigte man sich ob des Ansinnens verwundert. Geht es nach Kulterer und seinen Anwälten Dieter Böhmdorfer und Ferdinand Lanker soll die Konferenz bereits am 27. oder 28. Oktober in einem Verhandlungssaal des Landesgerichts Klagenfurt stattfinden. Begründet wird der Antrag unter anderem damit, dass Kulterer durch die "einseitige Medienberichterstattung, hervorgerufen und unterstützt vom Finanzminister, Abgeordneten sowie Vorsitzenden von Untersuchungsausschüssen abwärts gefährdet und in schwerster Form belastet" werde.

Dadurch werde "irreversibel in seine Persönlichkeitsrechte" eingegriffen. Die Untersuchungshaft hindere ihn daran, durch korrekte Information die "Angriffe auf seine Persönlichkeitsrechte" abzuwehren. Nur durch "ein Pressegespräch mit Medienvertretern" könne er "sein Grundrecht auf Informationserteilung" ausüben, heißt es in dem Schreiben.

"Eine Stellungnahme zu dem Schreiben wird von den zuständigen Sachbearbeitern kommen", erklärte der Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, Helmut Jamnig, in einer ersten Reaktion gegenüber der APA. Seine Verwunderung konnte er allerdings nicht verhehlen; ihm persönlich sei es "völlig neu", dass jemand aus der U-Haft eine Pressekonferenz geben wolle. Jamnig: "Die Untersuchungshaft hat ja Haftzwecke".

Wie berichtet soll Kulterer Käufern von Vorzugsaktien der Hypo-Leasing verbotenerweise ein geheimes Verkaufsrecht (Put-Option) eingeräumt haben.

- APA

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