JPMorgan mit kräftigem Gewinnsprung im dritten Quartal

Die US-Großbank JPMorgan hat ihren Gewinn im dritten Quartal dank einer gesunkenen Risikovorsorge kräftig gesteigert. Zwischen Juli und September kletterte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar (3,15 Mrd. Euro), wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Die Bank profitierte vor allem von der gesunkenen Zahl fauler Kredite. Die Erträge aus dem laufenden Geschäft gaben nach. Für mögliche Kreditausfälle musste JPMorgan noch 3,2 Mrd. Dollar zurückstellen, zwei Drittel weniger als die fast 10 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor. "Wir freuen uns über den weiteren Rückgang unserer Kreditkosten", sagte JPMorgan-Chef Jamie Dimon. Jedoch erwartet Dimon, dass die Abschreibungen auf Immobilienkredite auch in den kommenden Quartalen hoch bleiben oder je nach Konjunkturentwicklung sogar steigen.

Im abgelaufenen Quartal musste JPMorgan auf Kundenkredite 4,7 Mrd. Dollar abschreiben. Ein Jahr zuvor waren es noch 7,0 Mrd. Dollar. Auch im Kreditkartengeschäft wirkte sich die wirtschaftliche Erholung aus. "Wir erwarten, dass sich die Kreditausfälle in diesem Bereich im nächsten Quartal noch verringern", sagte Dimon.

Die Entspannung bei den Krediten schlug allerdings nicht komplett auf den Konzerngewinn durch, denn die Erträge aus dem laufenden Geschäft gingen deutlich zurück. Im Vergleich zum Vorjahr gaben sie um 15 Prozent auf 24,3 Mrd. Dollar nach. Grund dafür waren zum einen die verringerten Zinserträge aufgrund des gesunkenen Kreditvolumens. Zum anderen waren die Handelsgewinne spürbar gesunken.

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