"Jemand mit Kunst-Studium wird Berkshire sicher nicht leiten"

Der an Krebs erkrankte US-Starinvestor Warren Buffett bemüht sich, Sorgen um die zukünftige Führung seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway zu zerstreuen.

"Nicht jeden meiner Deals hätten mögliche Nachfolger abschließen können, aber sie würden andere Talente mitbringen", sagte der 81-Jährige am Samstag bei der Hauptversammlung in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Scherzhaft versicherte Buffett den Aktionären: "Jemand mit Kunst-Studium wird Berkshire sicher nicht leiten."

Die Frage eines Nachfolger ist seit längerem unter den Anteilseignern ein Thema und von besonderer Bedeutung für das Unternehmen, weil der Erfolg Buffetts legendärem Gespür für lukrative Investitionen zugeschrieben wird. Im April hatte Buffett seine Erkrankung an Prostatakrebs öffentlich gemacht. Als aussichtsreiche interne Kandidaten gelten der Versicherungsexperte Ajit Jain, der Chef von Burlington Northern, Matthew Rose, sowie Greg Abel, der MidAmerican Energy leitet.

Großübernahme gescheitert

Buffett stand nach eigenen Worten kürzlich vor einer der größten Übernahmen seiner Karriere. Allerdings verriet er nicht, welches Ziel der angepeilte Kauf im Volumen von mehr als 20 Mrd. Dollar (15,2 Mrd. Euro) hatte. "Ich wünschte, wir hätten das machen können", sagte der Investor. "Es könnte noch passieren, aber ich glaube das nicht mehr."

Berkshire Hathaway hatte den Gewinn zu Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Dazu trug vor allem das Geschäft mit Lebensversicherungen bei. Besonders gut entwickelte sich auch die Derivate-Sparte.

Reuters/hahn

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