Jäger und Ofner neue Flughafen-Chefs

Die neue Flughafen-Spitze steht fest: Julian Jäger, bisher Chef des Flughafens Malta, und Günther Ofner, bisher Vorstand der Burgenland Holding, werden Anfang September den Zweiervorstand der börsenotierten Flughafen Wien AG bilden.

Dies beschloss der Aufsichtsrat des Airports am Dienstag. Der Interimschef des Flughafens, Christoph Herbst, wechselt mit Ende August in den Verfassungsgerichtshof.

Bis Ende 2011 laufen noch die Vortandsverträge von Gerhard Schmid und Ernest Gabmann, die sich bei der Neuausschreibung nicht mehr beworben hatten. Schmid und Gabmann werden "bis Jahresende 2011 für eine geordnete Übergabe zur Verfügung" stehen, hieß es in der Flughafen-Mitteilung vom Nachmittag.

Mag. Julian Jäger (39) ist künftig für den Bereich Aviation verantwortlich. Er leitet seit 2008 den Flughafen Malta, an dem der Airport Wien die Mehrheit hält. Dr. Günther Ofner (54) wird am Airport Finanzvorstand und für Non-Aviation zuständig sein. Er ist derzeit noch Vorstand der börsenotierten Burgenland Holding AG und war für den niederösterreichischen Versorger EVN für Großprojekte und Südeuropa zuständig.

Der amtierende Aufsichtsratschef Ewald Kirschner sprach in der Mitteilung von den "geeignetsten Bewerbern", die der Aufsichtsrat heute ausgewählt habe. "Dieses Vorstandsteam steht für Erneuerung und Sachkompetenz". Entscheidend für ihre Kür seien neben der fachlichen Eignung die vorgelegten Konzepte zur notwendigen Weiterentwicklung des Unternehmens gewesen. Der Vorstand des Flughafen wird damit von drei auf zwei Mitglieder verkleinert.

Jäger und Ofner waren von Anfang an als aussichtsreiche Kandidaten für die neue Unternehmensspitze gehandelt worden. Angesichts einer langen Reihe internationaler, vor allem deutscher, Bewerber für einen Flughafen-Posten sprachen Beobachter von dem Duo Jäger/Ofner abermals von einer rot-schwarzen Proporz-Lösung.

Empört zeigte sich am Dienstagabend Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger zur Vorstandskür am börsenotierten Flughafen Wien. "Ich frage mich, warum man eine Ausschreibung macht und so tut als wollte man internationale Kapazitäten ansprechen, wenn man sich jetzt auf einen politischen Minimalkonsens einigt", meinte Rasinger in einer ersten Reaktion gegenüber der APA. 120 Bewerber hätten sich bei der Ausschreibung gemeldet und mit der Festlegung auf Julian Jäger und Günther Ofner seien es jene beiden Kandidaten geworden, die von Anfang an massiv lobbyiert hätten, meinte Rasinger.

- APA

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