Trend Logo

IWF zeigt sich optimistischer für Weltwirtschaft

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Perspektiven für die Weltwirtschaft haben sich dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge etwas aufgehellt. Das globale Wachstum dürfte heuer 3,1 Prozent betragen und damit um 0,2 Punkte mehr als im Oktober erwartet, teilte der IWF am Dienstag in Johannesburg mit. 2025 wird dann mit 3,2 Prozent gerechnet. Für Österreich legte der IWF keine neue Prognose vor. Im Oktober ging der Währungsfonds hierzulande für 2024 von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent aus.

von

Die Perspektiven für die Weltwirtschaft haben sich dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge etwas aufgehellt. Das globale Wachstum dürfte heuer 3,1 Prozent betragen und damit um 0,2 Punkte mehr als im Oktober erwartet, teilte der IWF am Dienstag in Johannesburg mit. 2025 wird dann mit 3,2 Prozent gerechnet. Für Österreich legte der IWF keine neue Prognose vor. Im Oktober ging der Währungsfonds hierzulande für 2024 von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent aus.

Vor allem die USA und China als größte Volkswirtschaften seien robust. Für beide Länder stufte die Finanzorganisation mit Sitz in Washington ihre Prognosen nach oben. Deutschland dürfte heuer und nächstes Jahr zwar wachsen, aber weniger stark als bisher gedacht.

Eine harte Landung werde es vermutlich nicht geben, heißt es im neuen Weltwirtschaftsausblick. Die IWF-Experten verwiesen vor allem auf die weniger stark steigende Inflation in weiten Teilen der Welt. Damit nehme der von Zinserhöhungen ausgelöste Druck auf viele Länder ab. Notenbanken bekämen wieder Spielräume, ihre Geldpolitik allmählich zu lockern.

Weltweit rechnet der IWF dieses Jahr noch mit einer Teuerungsrate von 5,8 Prozent. Nächstes Jahr dürften es dann 4,4 Prozent sein. Für die Industrieländer werden 2,6 und dann 2,0 Prozent vorausgesagt, nachdem es 2023 noch 4,6 Prozent waren.

Trotz der leichten Aufhellung sind die Aussichten für die Weltwirtschaft im langfristigen Vergleich schwach. Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 gab es ein Wachstum von 3,8 Prozent. Die gestiegenen Zinsen, mit denen die Inflation bekämpft wird, gehen zulasten von Investitionen. Außerdem haben sich viele Staaten während der Coronapandemie und später zur Abfederung hoher Energiepreise massiv verschuldet. Nun werden die staatlichen Unterstützungen allmählich zurückgefahren, was das Wachstum auch dämpft. Geopolitische Spannungen wie der Krieg in der Ukraine oder der wiederaufgeflammte Nahost-Konflikt bremsen den internationalen Handel aus. Hier werden 2024 und 2025 Zuwächse von 3,3 und dann 3,6 Prozent erwartet. Zum Vergleich: Der langfristige Durchschnitt liegt bei 4,9 Prozent.

Deutschland als Exportnation spürt dies, ebenso wie die anhaltend hohen Energiepreise. Der IWF traut Deutschland heuer nur ein mageres Wachstum von 0,5 Prozent zu. Im nächsten Jahr dürften es dann 1,6 Prozent sein. Damit wurden die Schätzungen aus dem Oktober um jeweils 0,4 Punkte gesenkt. Im vergangenen Jahr schrumpfte die deutsche Wirtschaft unter anderem wegen schwacher Exporte und eines schwachen Konsums sogar um 0,3 Prozent.

Für die USA wurde die Wachstumsprognose für 2024 deutlich um 0,6 Punkte auf jetzt 2,1 Prozent angehoben. 2025 dürften es dann 1,7 Prozent sein. China wird laut IWF dieses Jahr um 4,6 Prozent wachsen und damit um 0,4 Punkte mehr als bisher gedacht. 2025 dürften es 4,1 Prozent sein. Indien weist in der Prognose mit jeweils 6,5 Prozent Wachstum die stärksten Zuwächse der großen Volkswirtschaften aus.

Über die Autoren

Logo
Abo ab €16,81 pro Monat
Ähnliche Artikel
Abfallausfuhren seit 2004 um 72 Prozent gestiegen
Nachrichtenfeed
Ab Montag strengere Regeln für Müllexporte aus EU
In Italien werden mehr als 60 Sorten Honig produziert
Nachrichtenfeed
Italien beklagt dramatischen Rückgang in der Honigproduktion
Deutsche Bank im Visier Russlands
Nachrichtenfeed
Russland blockiert Vermögen von Deutscher Bank
Inflation im Euroraum unverändert
Nachrichtenfeed
Inflation in EU und Eurozone bleibt stabil
Börsenhändler an der Wall Street in New York
Nachrichtenfeed
Aktienindex Dow Jones knackte erstmals 40.000-er-Marke
Personalmangel kann Flugverspätung rechtfertigen
Nachrichtenfeed
Keine Entschädigung bei Flugverspätung wegen Personalmangel
Ilya Sutskever will sich neuem Projekt widmen
Nachrichtenfeed
Chefforscher verlässt ChatGPT-Firma OpenAI
Für chinesische E-Autos galten in den USA bereits Zölle von 25 Prozent
Nachrichtenfeed
USA erhöhen Zölle für Elektroautos aus China deutlich
CO2-Emissionen würden um 37 Prozent sinken
Nachrichtenfeed
EU-Batterieproduktion emissionsärmer als China-Importe
Microsoft und Amazon mit Milliardeninvestitionen
Nachrichtenfeed
Frankreich wirbt Milliarden an Auslandsinvestitionen ein
Digital Markets Act gegen Marktmacht großer Digitalkonzerne greift
Nachrichtenfeed
EU verschärft Regeln für Buchungsplattform Booking.com
Europa-Geschäft läuft auf kleiner Flamme
Nachrichtenfeed
Russischer Energiekonzern Gazprom in den roten Zahlen