IWF will mit neuer Initiative Währungskrieg verhindern

Zur Lösung des globalen Währungsstreits strebt der Internationale Währungsfonds (IWF) einem deutschen Zeitungsbericht zufolge ein neues Beratungsforum mit den führenden Ländern der Welt an.

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wolle für diese "Systemische Stabilitätsinitiative" bei den Mitgliedsländern am Wochenende in Washington auf der Jahrestagung der Organisation werben, an der von österreichischer Seite Nationalbank-Präsident Ewald Nowotny und Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (V) teilnehmen.

Strauss-Kahn wolle damit einen ständigen Prozess in Gang setzen, um die Risiken eines Wettlaufs um niedrige Wechselkurse zu verringern. Länder mit großen Handelsüberschüssen wie China sollen in dem Forum überzeugt werden, ihr Wachstum stärker auf die Binnenwirtschaft zu konzentrieren, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" heute, Freitag, ohne Quellenangabe.

Zu den Teilnehmern des Forums sollten dem Bericht zufolge die USA, führende europäische Staaten, China und andere für das Finanzsystem wichtige Schwellenländer gehören. Der IWF solle dabei eine wichtigere Rolle als in den sonst üblichen Konsultationen zur Wirtschaftspolitik spielen, um der Gruppe mehr Gewicht zu verleihen. Strauss-Kahn sei besorgt, dass nach Ende der Wirtschaftskrise das Interesse der Staaten an der Zusammenarbeit nachlasse. Die neue Initiative solle dem entgegenwirken und mit den bestehenden wirtschaftspolitischen Konsultationen des IWF mit seinen Mitgliedern verbunden werden.

Der Währungskonflikt dürfte auch das am Freitag beginnende Treffen der Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten (G-7) am Rande der IWF-Jahrestagung bestimmen. Zuletzt wurden gar Warnungen vor einem Währungskrieg zwischen Industrie- und Schwellenländern laut.

- APA

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