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ITB in Berlin - Tourismus setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit

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Deutschland ist für den heimischen Tourismus wichtig
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Im internationalen Wettbewerb um Urlauberinnen und Urlauber präsentiert sich Österreich derzeit auf der weltgrößten Tourismusfachmesse ITB in Berlin. Dabei stellen die heimischen Touristikerinnen und Touristiker vor allem Nachhaltigkeit und Kulinarik ins Rampenlicht. "Wir haben die Tourismusförderung auf neue Beine gestellt - wir fördern nur noch nachhaltige Projekte", sagte Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler (ÖVP) bei der Eröffnung der Messe.

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Im internationalen Wettbewerb um Urlauberinnen und Urlauber präsentiert sich Österreich derzeit auf der weltgrößten Tourismusfachmesse ITB in Berlin. Dabei stellen die heimischen Touristikerinnen und Touristiker vor allem Nachhaltigkeit und Kulinarik ins Rampenlicht. "Wir haben die Tourismusförderung auf neue Beine gestellt - wir fördern nur noch nachhaltige Projekte", sagte Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler (ÖVP) bei der Eröffnung der Messe.

Österreich sei mit Platz drei im Sustainable Worldwide Travel Index bereits ein Vorzeigeland, betonte die Geschäftsführerin der nationalen Tourismusmarketing-Organisation (ÖW), Astrid Steharnig-Staudinger. "Wir tun schon sehr viel dafür." Und das ist auch den Urlauberinnen und Urlaubern zunehmend wichtig - die meisten davon kommen hierzulande immer noch aus Deutschland. "50 Prozent der Deutschen achten darauf klimaschonend zu reisen", sagte die ÖW-Chefin unter Verweis auf eine entsprechende Conjoint-Analyse unter 10.000 Gästen. Demnach empfinden 87 Prozent der deutschen Sommerurlauberinnen und Sommerurlauber Österreich als sehr nachhaltig; bei den Wintergästen sind es 72 Prozent.

Erst vor wenigen Tagen gab die ÖW erstmals den Bericht "Nachhaltigkeit in Österreich" heraus, in dem 50 Best-Practice-Beispiele vor den Vorhang geholt werden. In dem 170 Seiten dicken Kompendium werden 50 Vorreiterprojekte - darunter Betriebe ebenso wie Aktionen und ganze Destinationen - vorgestellt, die besonders nachhaltig agieren und auch bereits entsprechend zertifiziert sind - darunter etwa das Kunsthaus in Wien, die "Do good"-Initiative in Wiener Neustadt, wo Gäste Punkte für nachhaltiges Verhalten sammeln können, oder das Salzburger Land mit der Seilbahnindustrie. "Und im Juni haben wir erstmals den Austrian Sustainable Summit, weil Wissenstransfer natürlich sehr relevant ist", kündigte Steharnig-Staudinger an.

"Wintersport ist für uns ein ganz wichtiges Thema und wird es immer bleiben", hielt Kraus-Winkler fest. Die Branche arbeite daran, den Wintersport im Tourismus für die Zukunft weiterzuentwickeln. Die nächste Gelegenheit, das Ausmaß klimaschonenden Wirtschaftens zur Schau zu stellen, bietet die Ski-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm. "Die Nachhaltigkeit ist nicht nur so dahingesagt - wir versuchen das zu leben", sagte Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) in Berlin. "Es wird die Ski-WM der kurzen Wege sein - es ist ein Berg, der intensiv bespielt wird. Auch die Ski-WM ist der Nachhaltigkeit verschrieben", strich der Landespolitiker hervor.

Doch auch die Kultur kommt nicht zu kurz. "Kultur und Wintersport gehören zur DNA Österreichs und zur DNA Salzburgs", warb der Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft, Leo Bauernberger. Für die Ski-WM werde ein Musical erarbeitet - "Skiverliebt". Die ersten Songs daraus werden heute, Dienstag, am Abend am 750 Quadratmeter großen Österreich-Stand auf der ITB in Berlin präsentiert. Als weiteres Kultur-Highlight erwähnte Bauernberger die Osterfestpiele in Salzburg, bei denen ab 2026 auch die Berliner Philharmoniker wieder vertreten seien.

Für die heimischen Touristikerinnen und Touristiker ist eine gute Positionierung in Deutschland wichtig - von dort kommt das Gros der Buchungen in den heimischen Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels. Offenbar halten die Deutschen Österreich auch nach der Coronapandemie - wie schon in den Jahrzehnten davor - die Treue: 2023 stammten 57,4 Millionen von insgesamt 151 Millionen Nächtigungen hierzulande von Deutschen, 2022 waren es 53,3 Millionen von 136,9 Millionen gewesen. "Aber was wir merken: kürzere Aufenthalte", räumte Steharnig-Staudinger im Gespräch mit der APA ein. Die Deutschen kommen gern, aber nicht mehr so lange.

Freilich setzt der österreichische Tourismus bei den Herkunftsländern auch auf eine breitere Streuung. Am Mittwoch startet die ÖW laut Stearnig-Staudinger in elf Ländern mit ihrer Sommerkampagne 2024.

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