IT-Branche legte 2021 spürbar zu

Umsätze stiegen um 7 Prozent auf 30,8 Mrd. Euro

IT-Branche legte 2021 spürbar zu

IT-Branche legte 2021 spürbar zu

In der Beraterbranche laufen die Geschäfte trotz Corona rund. Im Bereich Informationstechnologie (IT) gingen die Erlöse 2021 im Jahresabstand um 7 Prozent auf 30,8 Mrd. Euro nach oben, wie der aktuelle UBIT-Radar 2022 zeigt, den die KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) erstellt hat. Insgesamt erwirtschafteten die Firmen aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) einen Umsatz von 39,95 Mrd. Euro (plus 7,7 Prozent).

"Das Corona-Vorkrisenniveau wurde nicht nur wieder erreicht, sondern übertroffen", strich der Obmann des zuständigen WKÖ-Fachverbandes, Alfred Harl, am Freitag in einer Presseaussendung hervor. "Das beweist deutlich, dass die UBIT-Betriebe einerseits sehr rasch und flexibel auf die Krise reagieren konnten und andererseits, dass ihr Know-how auch 2021 in anderen Branchen und Industrien stark gefragt war", so der Branchensprecher. Allerdings sei besonders die IT-Branche von einem Mangel an ausgebildeten Expertinnen und Experten betroffen, betonte Harl.

Die UBIT-Unternehmen stellten im abgelaufenen Jahr 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dem Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT gehören laut Eigenangaben mehr als 77.000 Mitglieder an.

Den Schwung aus dem Jahr 2021 nimmt die Branche auch ins heurige Jahr mit - vor allem die IT-Firmen und die Unternehmensberater. Diese rechnen für 2022 mit einem noch stärkeren Umsatzwachstum von 9,4 Prozent (2020: 7 Prozent) bzw. 13,6 Prozent (2020: 10 Prozent). In der Buchhaltung hingegen soll es mit einem Plus von nur 3 Prozent weitergehen, nach einem Anstieg von 10,3 Prozent auf rund 2,8 Mrd. Euro im abgelaufenen Jahr.

Die Dienstleistungen sind den Angaben zufolge auch im Ausland sehr gefragt. Immerhin 9,1 Mrd. Euro oder rund ein Viertel des Gesamtumsatzes erzielte die UBIT-Branche im abgelaufenen Jahr außerhalb Österreichs. Der Löwenanteil davon entfiel mit knapp 6,2 Mrd. Euro auf die IT-Branche. Die Berufsgruppe Unternehmensberatung erlöste rund 1,5 Mrd. von insgesamt 6,4 Mrd. Euro, also fast 24 Prozent ihrer Umsätze, im Ausland. Bei den IT-Firmen erreichte der Auslandsumsatz einen Anteil von 20,1 Prozent an den Gesamterlösen, bei den Buchhaltungsdienstleistern mit 0,02 Mrd. Euro nur 0,7 Prozent.

Zum Jahreswechsel waren den Angaben zufolge insgesamt 9.639 UBIT-Unternehmen als Arbeitgeberbetriebe gemeldet - der überwiegende Anteil davon waren mit rund 80 Prozent Ein-Personen-Unternehmen (EPU). 5.784 Firmen davon waren der IT-Branche zuzuordnen, 2.989 der Unternehmensberatung und 866 dem Bereich Buchhaltung. Alle gemeinsam beschäftigten 104.142 Unselbstständige.

Die UBIT-Branche investierte 2021 laut Bericht rund 3 Mrd. Euro. Das war fast doppelt so viel wie im ersten Coronajahr 2020. Zusätzlich seien etwa 387 Mio. Euro in Schulungen und Ausbildungsprogramme geflossen - das meiste Geld habe dafür die Berufsgruppe IT mit 215 Mio. Euro in die Hand genommen.

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