Investitionen schoben deutsche Wirtschaft im 1. Quartal an

Zuwächse trotz Coronakrise und Ukraine-Krieg

Investitionen schoben deutsche Wirtschaft im 1. Quartal an

Investitionen schoben deutsche Wirtschaft im 1. Quartal an

Dank steigender Investitionen ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal trotz Coronakrise und des Ukraine-Kriegs gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zwischen Jänner und März um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch eine frühere Schätzung bestätigte.

Die Wirtschaft verhinderte damit das Abrutschen in eine Rezession: Denn Ende 2021 war das BIP noch um 0,3 Prozent gefallen. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer Rezession gesprochen.

"Der Krieg in der Ukraine und die anhaltende Coronapandemie haben bereits bestehende Verwerfungen, zu denen gestörte Lieferketten und steigende Preise zählen, nochmals verstärkt", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamts, Georg Thiel. "Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die deutsche Wirtschaft mit einem leichten Wachstum in das Jahr 2022 gestartet." Während die Exporte zu Jahresbeginn sanken und auch die privaten Konsumausgaben schwächelten, legten die Investitionen deutlich zu. Wegen der milden Witterung wuchsen die Bauinvestitionen trotz deutlicher Preisanstiege um 4,6 Prozent. In Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge wurden 2,5 Prozent mehr investiert als im Vorquartal.

Zuletzt hat sich Europas größte Volkswirtschaft vom Schock durch den Krieg in der Ukraine erholt gezeigt: Der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigster Frühindikator kletterte im Mai bereits den zweiten Monat in Folge. "Anzeichen für eine Rezession sind derzeit nicht sichtbar", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Ein kräftiger Aufschwung ist aber auch nicht in Sicht. "Gegenwind kommt insbesondere von der hohen Inflation, den Lieferengpässen, der hohen Unsicherheit und der schwächeren Auslandsnachfrage", heißt im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank. Die Konsumfreude leide unter den Verbraucherpreisen, die aktuell mit 7,4 Prozent so stark gestiegen sind wie seit 1981 nicht mehr. "Hohe Energie- und Materialkosten sowie die gestiegene Unsicherheit belasten zudem die Produktion in der Industrie und im Bau."

Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die deutsche Regierung in ihrer Frühjahrsprognose nur noch ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. Im Jänner hatte die Ampel-Koalition noch ein Plus von 3,6 Prozent veranschlagt.

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