Intesa Sanpaolo sieht Gewinnziel in Gefahr

Kredite an russische Kunden umfassen rund 1 % des gesamten Kreditbestands

Intesa Sanpaolo sieht Gewinnziel in Gefahr

Intesa Sanpaolo sieht Gewinnziel in Gefahr

Wegen der Folgen des Kriegs von Russland gegen die Ukraine sieht die in beiden Ländern stark aktive italienische Großbank Intesa Sanpaolo ihr Gewinnziel für 2022 in Gefahr. Konzernchef Carlo Messina sagte auf einer von der US-Bank Morgan Stanley organisierten Investorenkonferenz, dass er das Gewinnziel aktuell nicht bestätigen könne, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf ihr vorliegende Konferenzdaten schrieb.

Erst Anfang Februar hatte Messina das Ziel eines Überschusses von mehr als 5 Milliarden Euro im laufenden Jahr ausgegeben. Messina sagte am Donnerstag aber auch, dass der Einfluss des Kriegs "absolut handhabbar" sei und die Bank in jedem Szenario eine gute Profitabilität erreichen werde.

Sonderlich überraschend kommt die aktuelle Vorsicht des Managers aber nicht. Erst am Mittwoch hatte die Konkurrentin der Bank-Austria-Mutter UniCredit mitgeteilt, in Russland und der Ukraine mehr als 5 Mrd. Euro im Risiko zu haben. Die örtlichen Konzerntöchter kämen auf ausstehende Kredite und fällige Gelder von anderen Banken in Höhe von etwa 1,1 Mrd. Euro. Hinzu kämen Kredite in Höhe von 4 Mrd. Euro, die der Rest des Konzerns in Russland gewährt habe. Von der Summe seien Exportkreditgarantien bereits abgezogen.

Die Kredite an russische Kunden umfassten rund ein Prozent des gesamten Kreditbestands der Intesa Sanpaolo, hieß es weiter. Nach Abzug der Exportkreditgarantien entfielen zwei Drittel der Summe auf erstklassige Kunden aus der Industrie.

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