Zypern: Die "Spielcasino-Wirtschaft" und ihre Folgen

Zypern: Die "Spielcasino-Wirtschaft" und ihre Folgen

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici geht mit den Politikern in Zypern hart ins Gericht: Diese hätten eher die seltsamen Gepflogenheiten der Banken geschützt als das Volk. Indes berichten deutsche Medien von mehr Mitteln, die die Insel zur Abwendung des Staatsbankrotts benötigen wird.

Man müsse Mittel finden, um der "Spielcasino-Wirtschaft" in Zypern Einhalt zu gebieten. Das erklärte der französische Finanzminister Pierre Moscovici (PS) am Sonntag im "Canal Plus". "Es handelt sich um eine Spielcasino-Wirtschaft, die am Rande des Konkurses war, und man muss etwas machen, denn ansonsten werden wir alle die Rechnung bezahlen", betonte der Sozialist, der zu den von der zypriotischen Regierung geplanten Maßnahmen zur Vermeidung des Bankrotts keinen Kommentar abgab.

Moscovici betonte weiter, dass man die Kleinsparer mit Bankeinlagen von weniger als 100.000 Euro nicht besteuern solle. "Die zypriotischen Führungspersönlichkeiten haben es an einem gewissen Zeitpunkt vorgezogen, diese Spielcasino-Wirtschaft zu beschützen, anstatt ihr Volk zu begünstigen, aber das Volk ging auf die Straße, und man muss es anhören."

Der Finanzminister der "Grande Nation" sicherte zu, dass man in Frankreich "niemals" Bankeinlagen besteuern werde. "Das wird nie geschehen, denn wir befinden uns absolut nicht in einer zypriotischen Lage", sagte der Wirtschaftsminister. Die Finanzminister der Eurozone werden sich am Sonntagabend zu einem neuerlichen Treffen zur Zypern-Frage in Brüssel versammeln.

Deutlich mehr Geld nötig?

Zypern braucht deutlich mehr Geld als erwartet, berichtet das Online-Portal der deutschen Zeitung "Die Welt". Nur wenige Stunden vor der Krisensitzung mit der Eurogruppe habe sich die Lage für das vor der Pleite stehende Land verschlechtert; laut Troika könnte das veranschlagte Geld nicht reichen. Die zunächst vereinbarten 17 Mrd. Euro müssten ungefähr um einen Mehrbedarf von 2 Mrd. Euro erweitert werden.

Grund sei, dass die Wirtschaftsdaten des Mittelmeer-Staates schlechter ausfielen, als bisher angenommen. Eine Ursache für eine Ausweitung des Rettungspaketes seien auch die Verwerfungen durch die Schließung der Banken, die schon eine Woche dauert. Geöffnet werden soll kommende Woche erneut, kolportiert wurde bisher der Dienstag.

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