Zuerst der lange Winter und jetzt die Hochwasser-Katastrophe: Deutsche Wirtschaft leidet

Zuerst der lange Winter und jetzt die Hochwasser-Katastrophe: Deutsche Wirtschaft leidet

Dauerregen und Überschwemmungen beeinträchtigen die deutsche Wirtschaft. "Der Regen setzt nicht nur den Menschen in den Hochwasser-Regionen zu, sondern auch der Konjunktur", sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Alexander Schumann, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. "Im zweiten Quartal platzt der Wachstumsknoten nicht. Die Aufholeffekte nach dem langen Winter bleiben überschaubar."

Der verregnete Frühling mache vielen Baufirmen zu schaffen. "Überdies sind Freizeitaktivitäten eingeschränkt", so Schumann. "Das spüren insbesondere Restaurants, Hotels sowie Betreiber von Schwimmbädern und von Freizeitparks." So schlimm einzelne Regionen in Mitleidenschaft gezogen seien, flächendeckend sei Deutschland nicht von Überschwemmungen und Unwetter betroffen.

Das Bruttoinlandsprodukt werde deshalb im zweiten Quartal zulegen - "auch wenn die Konjunktur-Bäume nicht in den Himmel wachsen". Zu Jahresbeginn hatte der harte Winter dafür gesorgt, dass Deutschland nur ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent schaffte.

Baumärkte leiden

Zu den Leidtragenden des nassen Frühlings gehören die Einzelhändler. "In den Baumärkten sind die Umsatzrückgänge spürbar", sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDE, Kai Falk. "Sie hoffen, dass der Sommer nun endlich kommt und Rasenmäher sowie Stühle, Bänke und andere Gartenmöbel dann gekauft werden." Auch dem Textilhandel mache das verregnete Frühjahr zu schaffen. "Die Nachfrage nach den Sommerkollektionen leidet darunter", so Falk.

Besonders starke Einbußen müssen die Händler in den Hochwasser-Regionen hinnehmen. "Viele Geschäfte können von den Kunden nicht mehr erreicht werden", erklärte der HDE-Sprecher. "Und viele Geschäfte sind durch die Überschwemmungen beschädigt worden."

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