"Wir stehen zusammen, wenn Europa zusammensteht und der Euro stark bleibt"

"Wir stehen zusammen, wenn Europa zusammensteht und der Euro stark bleibt"

Ein stabiler Euro sei nicht nur gut für Europa. "Sondern das ist auch eine gute Sache für Chinas eigene Entwicklung. Das kommt der ganzen Welt zugute", betonte Li, der am Montag weitere Gespräche in Berlin führen wird.

"Wir stehen zusammen, wenn Europa zusammensteht und der Euro stark bleibt", sagte Li bei seinem Antrittsbesuch am Sonntagabend nach einem Treffen mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Merkel betonte ebenfalls, dass China den Euro immer als wichtige Währung betrachtet habe. Das Land hält einen erheblichen Anteil seiner Devisenreserven in der europäischen Gemeinschaftswährung und hat sich stets für mehrere Leitwährungen neben dem Dollar ausgesprochen.

Deutschland ist Ansprechpartner Nummer eins

Li betonte, dass China Europa während der gesamten Finanz- und Schuldenkrise seine Hilfe angeboten und diese auch geleistet habe. Dies sei in beiderseitigem Nutzen. China betrachte die langfristigen Beziehungen zur EU. Er betonte zudem, dass Deutschland Chinas zentraler Ansprechpartner in der EU sei, zumal mehr als ein Drittel des chinesischen Handels mit der Union mit der Bundesrepublik abgewickelt würden. Die Beziehungen seien daher beispielhaft für das chinesisch-europäische Verhältnis.

In einer gemeinsamen Erklärung beider Regierungen bekennt sich auch China zur Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit und der Wahrung der Menschenrechte. Geplant ist ein Investitionsschutzabkommen sowie die Gründung einer chinesischen Handelskammer und einer Investitionsagentur in Deutschland. Diese soll vor allem dafür sorgen, dass mehr chinesisches Kapital in der Bundesrepublik investiert wird. Bisher investieren deutschen Firmen weit mehr in China als umgekehrt.

Am Rande des Treffens von Li mit Merkel wurden auch etliche Wirtschaftsabkommen unterzeichnet, darunter von Siemens, VW, Kion und BASF. Zuvor hatte es in Delegationskreisen geheißen, es gehe um ein Gesamtvolumen von vier bis fünf Milliarden Euro. Erst am Freitag hatte Air China im Vorfeld des Besuches von Li bekannt gegeben, dass es seine Flotte um 100 neue Airbus-Flugzeuge erweitert.

In der deutsch-chinesischen Erklärung ist auch eine "Urbanisierungspartnerschaft" angestrebt, die mithelfen soll, dass China die geplante Ansiedlung von Hunderten Millionen von Bauern in den Städten bewältigen kann. Dies könnte deutschen Firmen in Bereichen wie Landwirtschaft, Infrastruktur sowie Energie- und Wassermanagement erhebliche Aufträge bringen, hofft man in der Bundesregierung.

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