Wetter-Wahnsinn in Deutschland: Wenn die Hitze Straßen sprengt und Tornados drohen

Wetter-Wahnsinn in Deutschland: Wenn die Hitze Straßen sprengt und Tornados drohen

Hitze und extreme Unwetter beherrschen das Leben in Deutschland: Auf der Autobahn A93 in Bayern ist am Mittwoch ein Motorradfahrer ums Leben gekommen, nachdem die Fahrbahn sich durch die enorme Hitze plötzlich vor ihm angehoben hatte. In der Nacht zum Freitag haben dann Unwetter die Feuerwehren in Atem gehalten. Die Meteorologen warnten gar vor Tornados.

Quer durch Deutschland berichteten die Einsatzkräfte von vollgelaufenen Kellern, überschwemmten Straßen und Blitzeinschlägen. Viele Straßen waren zeitweise blockiert oder gesperrt. In Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) hielt das Dach eines Supermarktes den Wassermassen nicht stand und brach ein, es gab keine Verletzten. Die Meteorologen warnen vor Tornados. In der Prignitz wurden durch das Unwetter Elbdeiche beschädigt.

Umstürzende Bäume und herumfliegende Äste verletzten mehrere Menschen, manche von ihnen schwer. Auch im Bahnverkehr gab es wegen beschädigter Oberleitungen und blockierter Gleise Störungen. In der Nacht beruhigte sich die Wetterlage. Vorläufige Bilanzen aus einzelnen Regionen verwiesen auf große Schäden.

Den Süden Deutschlands traf es am Donnerstagabend besonders heftig. Alleine bei der Feuerwehr im Landkreis Karlsruhe gingen zwischen 21.00 Uhr und 23.00 Uhr rund 650 Notrufe ein. In Berlin entgleiste eine S-Bahn, als sie einen über die Schienen gestürzten Baum rammte. Die Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Vier Menschen sind bei einem schweren Unfall am Donnerstag auf der A9 bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) ums Leben gekommen. Zwei Lastwagen, fünf Autos sowie ein Kleintransporter waren darin verwickelt. Der Unfall hatte sich bereits gegen 12.45 Uhr ereignet, erst kurz nach Mitternacht wurde die Autobahn wieder freigegeben, da die Rettungs-und Aufräumarbeiten wegen der Unwetter zeitweise unterbrochen werden mussten.

"Blow-Ups"

Am Mittwoch hielt die Gluthitze Deutschland im Würgegriff: Auf der Autobahn A93 in Bayern ist am Mittwoch ein Motorradfahrer ums Leben gekommen, nachdem die Fahrbahn sich durch die enorme Hitze plötzlich vor ihm angehoben hatte, berichtet die FAZ.Die Straße wölbte sich an dieser Stellen um einen halben Meter. Der 59 Jahre alte Mann geriet dadurch mit seiner Harley Davidson ins Schleudern und prallte gegen die Leitplanke. Er erlitt dabei so schwere Brustverletzungen, dass er noch am Unfallort starb.

Nicht nur die Autobahn A93 war betroffen. Vor allem im Süden, aber auch im Osten dehnten sich reihenweise die Straßenplatten aus, stießen gegeneinander und stellten sich auf. Diese sogenannten Blow-Ups können für Auto- und Motorradfahrer zum Verhängnis werden: „Da genügen schon wenige Zentimeter“, erklärt ADAC-Fachreferent Jürgen Berlitz am Donnerstag in München. Der Schaden kann bei entsprechenden Temperaturen auf allen Betonautobahnen Deutschlands, also bei etwa 30 Prozent, auftreten - unter anderem bestünden Teile der A3, A5, A7, und der A8 aus Beton. Der Automobilclub forderte die Behörden auf, „die Strecken deutlich häufiger als sonst zu kontrollieren“. Das Bundesverkehrsministerium gab auf Anfrage zunächst noch keine Stellungnahme ab.

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