Wenigstens friedlich ist Europa noch

Wenigstens friedlich ist Europa noch

Das geht aus dem "Global Peace Index 2013" hervor, der am Dienstag in New York vorgestellt wurde. Demnach gilt wie schon im Vorjahr Island weltweit als sicherstes Land, gefolgt von Dänemark, Neuseeland - und auf Platz vier bereits Österreich, das sich gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze verbessern konnte.

Auf den hintersten Plätzen befinden sich die Krisenländer Syrien, Somalia und Afghanistan.

Österreich schneidet in dem Ranking, das Militärausgaben und Achtung der Menschenrechte genauso einbezieht wie die Bedrohung durch terroristische Anschläge, die Zahl der Gewaltverbrechen sowie die Struktur des Sicherheitsapparates, mittlerweile besser ab als die Schweiz und liegt deutlich vor dem Nachbarn Deutschland (15).

Aber selbst in Teilen Europas, dessen Staaten 13 der ersten 20 Plätze belegen, herrschten laut der Studie im Vorjahr verglichen mit 2011 weniger friedliche Rahmenbedingungen. Grund seien vor allem die wirtschaftlichen Probleme in einigen EU-Staaten. Sie hätten Länderbewertungen etwa in den Bereichen Kriminalität, gewaltbereite Proteste oder politische Instabilität sinken lassen. Als Beispiele nennt die Studie Spanien und Portugal.

Insgesamt ist die Welt im vergangenen Jahr der traditionellen Studie des "Institute for Economics and Peace" (IEP) zufolge ein weniger friedlicher Ort geworden. Konflikte haben sich insbesondere im Nahen Osten und Afrika verschärft. Seit 2008 habe sich die Bewertung von über 100 Ländern verschlechtert, während nur knapp 50 Nationen Schritte in Richtung Frieden gemacht hätten. Grund dafür seien die gestiegene Zahl an Tötungsdelikten, höhere Militärausgaben und eine wachsende politische Instabilität.

USA nur auf Rang 99

Die USA landen im Index der friedlichsten Nationen auf Rang 99. Grund sind die vielen Gefängnisinsassen, hohen Militärausgaben, die Beteiligung an mehreren internationalen Konflikten, eine hohe Zahl an Tötungsdelikten sowie die waffenfreundliche Gesetzeslage. Insgesamt sind 162 Länder untersucht worden.

Auf den hintersten Plätzen befinden sich die Krisenländer Syrien, Somalia und Afghanistan. Im Falle Syriens handelt es es sich um die größte Rang-Verschlechterung eines Landes seit Bestehen des Index. Libyen (145) dagegen hat sich mit seiner neu gewählten Regierung und der schrittweisen Erholung seit den Unruhen von 2011 deutlich verbessert.

Als Datengrundlage dienen den Studienautoren nach eigenen Angaben unter anderem Informationen der Weltbank und diverser UN-Organisationen.

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