Wann beginnt die Zukunft?

Wann beginnt die Zukunft?

Der italienische Innenminister Alfano macht seinem Ärger Luft "Italien kann nicht allein die Last für das Desaster in Libyen übernehmen." Wiederholt kommt es zu Tragödien im Mittelmeer, bei der Flüchtlinge ums Leben kommen. Wann werden die EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam Verantwortung übernehmen?

Nach der neuen Flüchtlingstragödie vor der libyschen Küste mit zehn Toten drängt Italien die EU, Verantwortung für den Einsatz zur Migrantenrettung im Mittelmeer zu übernehmen. "Italien ist ein gastfreundliches Land, doch es kann nicht alle Migranten aufnehmen", so Innenminister Angelino Alfano.

"Das Flüchtlingsdrama ist nicht nur ein italienisches Problem. Wir werden weiterhin Menschenleben retten, Italien kann aber nicht mehr allein die Last für das Desaster übernehmen, das die westlichen Länder in Libyen verursacht haben", so der Innenminister. Hunderttausende Flüchtlinge seien in Libyen zur Abfahrt nach Europa bereit, warnte Alfano.

Die sizilianischen Bürgermeister drängen inzwischen, dass Migranten nicht nur auf ihre Insel gebracht werden. "Migranten sollen auch in anderen italienischen Häfen landen. Sizilien kann nicht allein für die ganze Flüchtlingswelle aufkommen", betonte der Bürgermeister der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo, Luigi Ammatuna. In Pozzallo sind in den letzten viereinhalb Monaten 12.000 Migranten eingetroffen.

Der Senat in Rom hat am Donnerstag einen Antrag verabschiedet, mit dem die EU aufgefordert wird, die Verantwortung für die Mission zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zu übernehmen. Die Regierung solle die notwendigen Schritte unternehmen, damit der Einsatz "Mare Nostrum" zu einer internationalen Mission aufrücke, an der sich die EU beteiligt. Ein Antrag der Lega Nord für einen kompletten Stopp der Rettungsaktion wurde vom Senat abgelehnt.

Die Überwachung im Mittelmeerraum kostet etwa zehn Millionen Euro im Monat. Kritiker sehen die Mission als Hauptgrund dafür an, dass immer mehr Flüchtlinge von Nordafrika aus nach Italien kommen.

Bei einem Schiffsunglück im Mittelmeer sind zehn Bootsflüchtlinge ertrunken. Ihr Boot sei am Freitag rund 75 Kilometer vor der libyschen Küsten gesunken, teilte die italienische Marine am Samstag mit. 39 Menschen wurden gerettet. 300 Bootsflüchtlinge wurden aufgegriffen. Sie seien auf einem 20 Meter langen Fischkutter auf dem Weg von Griechenland nach Italien gewesen und stammten nach eigenen Angaben aus Syrien, berichtete die italienische Küstenwache am Samstag.

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