USA: Aufschwung abgewürgt

USA: Aufschwung abgewürgt

Die US-Wirtschaft hat deutlich an Schwungt verloren. In den USA sind im ersten Quartal 2014 die Ausfuhren abgesackt. Das BIP ist auf den geringsten ert seit Ende 2012 gesunken.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in den Monaten Jänner bis März aufs Jahr hochgerechnet nur noch um 0,1 Prozent zu, wie aus den am Mittwoch vorgelegten Daten des Handelsministeriums hervorgeht. So langsam war die weltgrößte Volkswirtschaft seit Ende 2012 nicht mehr gewachsen.

Selbst Experten zeigten sich von dem Einbruch überrascht, da sie mit einem annualisierten Plus von 1,2 Prozent (nicht annualisiert etwa 0,3 Prozent) gerechnet hatten. Als ein Grund für die Stagnation gilt die Kältewelle zu Jahresbeginn, die Teile des öffentlichen Lebens lähmte und insbesondere der Baubranche zusetzte.

Die weltweit größte Volkswirtschaft hat damit Anfang 2014 deutlich an Schwung verloren. Zum Jahresende 2013 war sie noch um 2,6 Prozent gewachsen, im dritten Quartal sogar noch um starke 4,1 Prozent.

Die US-Notenbank Fed hatte zu Jahresbeginn damit begonnen, ihre milliardenschweren Geldspritzen zu drosseln. Der Konjunktureinbruch dürfte den Notenbankern bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik nun äußerst ungelegen kommen.

Nächste Zinsanhebung nicht vor 2015?

Für den am Mittwochabend (20.00 Uhr MESZ) anstehenden Zinsentscheid wurde eine weitere Verringerung der monatlichen Konjunkturhilfen um 10 auf 45 Mrd. Dollar (32,5 Mrd. Euro) erwartet. Mit Zinsanhebungen rechnen Beobachter nicht vor dem Jahr 2015.

Ob die US-Wirtschaft den zu Jahresbeginn begonnenen Entzug der Hilfe gut verkraftet hat, ist jedoch unklar. Noch im vierten Quartal 2013 war der Zuwachs beim BIP mit 2,6 Prozent recht kräftig ausgefallen. Der Handel lief im Winter nicht mehr so schwungvoll, da sich wegen der Kältewelle die Güter in den Häfen stapelten.

Exporte schrumpften deutlich

Die Exporte schrumpften um 7,6 Prozent, die Importe um 1,4 Prozent. Und der Winter dämpfte auch die Konsumlaune der Verbraucher etwas: Ihre Ausgaben, die mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen, legten in den ersten drei Monaten nur noch um drei Prozent zu. Ende 2013 waren es noch 3,3 Prozent.

Börsen im Minus

Die Märkte in den USA reagierten vor dem Börsenbeginn verschnupft: Die Terminkontrakte auf die US-Aktienindizes drehten leicht ins Minus. Der Dollar gab zum Euro nach.

Die Inflation bleibt unterdessen verhalten. Die von der Notenbank Fed besonders beachtete Kernrate des Preisindex PCI lag im ersten Quartal bei 1,3 Prozent. Das ist deutlich weniger als der angestrebte Zielwert von zwei Prozent. Die Federal Reserve betrachtet den seit längerem ungewöhnlich schwachen Preisauftrieb als Wachstumsbremse und Konjunkturrisiko.

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