Umfrage: Obama büßt nach TV-Duell Vorsprung auf Romney ein

Umfrage: Obama büßt nach TV-Duell Vorsprung auf Romney ein

Die erste Fernsehdebatte im US-Präsidentschaftswahlkampf hat Amtsinhaber Barack Obama einen Teil seines Vorsprungs auf Herausforderer Mitt Romney gekostet.

Obama liegt Umfragen zufolge in der Wählergunst zwar weiter vorn, doch Romney ist ihm immer stärker auf den Fersen. Der oft als hölzern beschriebene Romney punktete mit seinem offensiven Auftritt gegen Obama, der bei dem von 67 Millionen TV-Zuschauern verfolgten Schlagabtausch rhetorisch hinter früheren Auftritten zurückblieb. Am Donnerstag holte Obama zum Gegenschlag aus und beschuldigte Romney, in dem Rededuell nicht aufrichtig gewesen zu sein. Am selben Tag nahm Romney seine umstrittene Äußerung über eine Abhängigkeit vieler Anhänger Obamas von staatlicher Unterstützung zurück.

Bei der ersten öffentlichen Diskussion zwischen den beiden Kontrahenten in der Nacht zum Donnerstag machte Romney nach Einschätzung der meisten Beobachter eine bessere Figur. Dies schlug sich in der am Donnerstag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Umfrage nieder. Obamas Vorsprung schmolz demnach von sieben auf fünf Prozentpunkte zusammen; 48 Prozent der Wähler favorisieren Obama und 43 Prozent Romney. Der Herausforderer verbuchte zudem in der Umfrage ein Image-Plus: Die Zustimmung für den ehemaligen Hedgefonds-Manager und Ex-Gouverneur stieg auf 51 Prozent, während Obama bei 56 Prozent verharrte und damit aber auch hier seine Favoritenrolle verteidigen konnte.

Ein angriffslustiger wirkender Obama sagte am Donnerstag vor rund 12.000 Anhängern, Romney habe bei der Fernsehdebatte nicht die Wahrheit gesagt. Sein Rivale habe schließlich seit Monaten den Wohlhabenden des Landes Steuererleichterungen in Milliardenhöhe versprochen, von denen er nun angeblich nichts mehr wisse.

Zur Überraschung vieler Anhänger hatte Obama in dem TV-Duell nicht die Gelegenheit genutzt, Romneys bisher wohl größten Wahlkampf-Patzer anzusprechen. Romney hatte im Mai bei einer Spendengala geäußert, dass 47 Prozent der US-Wähler von Unterstützung des Staates abhängig seien und deshalb bei der Wahl am 6. November nicht für ihn stimmen würden. Der heimlich per Video aufgezeichnete Satz wurde im September auf der Internetseite des linksgerichteten Magazins "Mother Jones" veröffentlicht und entwickelte sich zu einem der größten Handicaps für Romney im Kampf um den Einzug ins Weiße Haus. Nach dem Bekanntwerden hatte Romney seine Äußerungen nur als etwas ungeschickt bezeichnet, sie aber nicht zurückgenommen.

Drei Wochen später ruderte Romney nun zurück. "In diesem Fall habe ich etwas völlig Falsches gesagt", erklärte Romney am Donnerstag im US-Fernsehen. "In einem Wahlkampf mit Hunderten, wenn nicht Tausenden von Reden sowie Frage-und-Antwort-Gesprächen sagt man eben ab und zu mal etwas, das nicht richtig rüberkommt."

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