Türkei ist Weltmeister beim Journalisten-Einsperren

Türkei ist Weltmeister beim Journalisten-Einsperren

Mit Stand 1. Dezember sind in der Türkei 49 Journalisten inhaftiert, darunter viele kurdische Reporter wegen Terrorverdachts, erklärte das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ). Gleich danach kämen der Iran mit mindestens 45 inhaftierten Journalisten und China mit 32 Fällen.

"Wir leben in einer Zeit, in der Vorwürfe der Kritik am Staat sowie 'Terrorverdacht' zu den bevorzugten Mitteln von Regierungen gehören, um Journalisten einzuschüchtern, festzusetzen und ins Gefängnis zu stecken", erklärte CPJ-Chef Joel Simon. Gegen von der Regierung unerwünschte Berichte vorzugehen verstoße nicht nur gegen das internationale Recht, sondern untergrabe auch das Recht der Menschen auf unabhängige Informationen.

Insgesamt machte die Gruppe 27 Länder aus, in denen Journalisten wegen ihrer kritischen Berichterstattung im Gefängnis sitzen. Mit Stand 1. Dezember saßen demnach 232 Text- und Fotoreporter in Haft. Auf den Plätzen vier und fünf lagen laut CPJ Eritrea mit 28 und Syrien mit 15 inhaftierten Journalisten. Eine positive Trendwende gab es in Burma: Das Land befindet sich nach dem Übergang des Staates zu einer zivilen Regierung erstmals seit 1996 nicht auf der Liste der Staaten, die Journalisten inhaftieren.

Bereits Ende Oktober hatte das Medieninstitut "eine der weltweit größten Kampagnen gegen die Presse" beklagt, die derzeit in der Türkei stattfinde. Gut 70 Prozent der inhaftierten Journalisten seien Kurden, denen Unterstützung für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen werde, hieß es damals in dem Bericht.

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