Tote bei Explosionen nahe der iranischer Botschaft in Beirut

Tote bei Explosionen nahe der iranischer Botschaft in Beirut

Unter den Opfern sei auch der iranische Kulturattachee, hieß es in libanesischen Regierungskreisen. 146 Menschen seien verletzt worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister in Beirut.

Zu dem Doppel-Anschlag, bei denen auch mindestens ein Selbstmordattentäter starb, bekannten sich die mit Al-Kaida verbundenen Abdullah-Assam-Brigaden.

Das Gelände an der diplomatischen Vertretung Irans glich einem Schlachtfeld. Ein völlig zerstörtes Auto lag auf der Straße, weitere brannten. Die Fassaden mehrerer Häuser waren beschädigt. Die Straße war mit Glasscherben übersät. Das stark gesicherte Gebäude der Botschaft selbst schien indes weitgehend unbeschädigt, allerdings war das Eisentor völlig verbogen. In dem Haus sei niemand zu Schaden gekommen, berichtete das libanesische Fernsehen unter Berufung auf iranische Diplomaten. Soldaten, Feuerwehrleute und Sanitäter eilten zum Ort des Geschehens, um Verletzte zu versorgen und Tote zu bergen.

Eine Überwachungskamera zeigte nach Informationen libanesischer Behörden, wie eine Person zur Mauer des Botschaftsgeländes rannte und sich dann in die Luft sprengte. Danach sei ein Auto explodiert, das zwei Häuser von der Botschaft entfernt gestanden habe.

Abdullah-Assam-Brigaden drohen mit weiteren Anschlägen

Die Abdullah-Assam-Brigaden steckten hinter dem Angriff am Dienstag, teilte der zu der Gruppe gehörende Geistliche Scheich Siradscheddine Suraikat über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Brigaden drohten demnach mit weiteren Angriffen im Libanon, bis sich der Iran aus dem Bürgerkriegsland Syrien zurückziehe. Sie forderten zudem die Freilassung von im Libanon inhaftierten Mitstreitern.

Der iranische Botschafter Ghasanfar Roknabadi sagte, wer immer solch einen Anschlag verübe wisse, dass er direkt oder indirekt den Interessen Israels in die Hände spielten.

In den vergangenen Monaten gab es im Libanon immer wieder Anschläge und Übergriffe. Sie sind die Auswirkungen des Bürgerkriegs im benachbarten Syrien, die das kleine Land immer mehr in eine Spirale der Gewalt hineinzieht. Die Kämpfe in Syrien, die als Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad begonnen hatten, sind längst zu Auseinandersetzungen um Macht und Einfluss in der Region geworden. Dabei wird Assad vom schiitische Iran unterstützt, die zumeist sunnitischen Rebellen von arabischen Golfstaaten. Dazwischen droht Libanon, ein fragiler Staat unterschiedlicher Religionsgruppen, zerrieben zu werden. Die im Süden dominierende und vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah (Partei Gottes) kämpft in Syrien an der Seite der Assad-Truppen. In Nordlibanon lebende Sunniten helfen hingegen den Rebellen. Immer häufiger werden diese Gegensätze auch in Libanon selbst ausgetragen.

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