Streit um Schuldenpolitik im Fußball

Streit um Schuldenpolitik im Fußball

Schulden machen oder nicht? Der FC Arsenal geht den falschen Weg, meint Milliardär Usmanov.

Schulden machen oder nicht? Diese Frage bewegt nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern immer mehr auch den Fußball. Eine solche Diskussion ist nun wieder beim Londoner Klub FC Arsenal FC Arsenal aufgeflammt: Der russische Milliardär Alisher Usmanov, der rund 30 Prozent der Anteile des Traditionsvereins hält, kritisiert die derzeitige Vorgehensweise der Klubführung aufs Heftigste. Der gebürtige Usbeke Usmanov, 58, zählt zu den Top 30 der reichsten Menschen weltweit; er ist Mehrheitsaktionär der russischen Metalloinvest .

Kein Geld für Spieler

Usmanov hat in einem Offenen Brief an die Vereinsführung geschrieben, dass das Team mit der derzeitigen Finanzgebarung keinesfalls mit den besten Klubs mithalten könnte. Gestern wurde bekannt, dass der niederländische Stürmer Robin van Persie seinen Vertrag bei Arsenal, der noch ein Jahr läuft, nicht verlängern wird – er begibt sich offenbar auf die Suche nach einem Verein, der ihm höheres Gehalt und auch mehr Chancen auf Titel bieten kann. Im Vorjahr hatte der Spanier Cesc Fabregas Arsenal in Richtung Barcelona verlassen, ebenfalls frustriert von der Unfähigkeit, langfristig eine Titelperspektive bieten zu können.

Strenge Vorgaben

Ein Grund für die anhaltend angespannte Finanzlage beim FC Arsenal ist der Umzug in das neue Emirates-Stadion: Das Schmuckstück mit 66.000 Plätzen ist zwar eines der schönsten weltweit, doch es war auch sehr teuer – daran kiefelt der Klub noch immer. Alisher Usmanov kritisiert jedenfalls das derzeitige Geschäftsmodell: Die übertrieben vorsichtige Finanzierung verhindere sportliche Erfolge. Manager Arsene Wenger müsse mit der Bürde der Refinanzierung des Stadionbaus umgehen, indem er ständig gute Spieler verkaufen und billigere kaufe.

„Das alles geht auf Kosten der Leistung auf dem Platz“, schreibt Usmanov. Der Milliardär beklagt sich auch, dass Arsenal-Mehrheitseigener Stan Kroenke sich nicht mit ihm treffen wolle. Der Amerikaner ist nicht nur öffentlichkeitsscheu, sondern auch strikt und unnachgiebig in seinen Entscheidungen.

Usmanov will mehr

Usmanov will jedenfalls einen größeren Anteil an Arsenal kaufen. Die Fans würde das eher freuen – die strikte Schuldenpolitik des Vereins könnte damit der Vergangenheit angehören.

Quellen u.a. Bloomberg

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