Stimmung in Chinas Industrie trübt sich weiter ein

Stimmung in Chinas Industrie trübt sich weiter ein

Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im Juni weiter eingetrübt. Der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex ist von 48,4 Punkten im Vormonat auf 48,2 Zähler gesunken. Bereits im Mai war der Index zurückgefallen. Mittlerweile liegt der Wert zum achten Mal in Folge unter der Marke von 50 Punkten.

Indexstände von weniger als 50 Punkten signalisieren einen wirtschaftlichen Rückgang, während Werte darüber auf eine Belebung hindeuten. Für den Index hatte HSBC Einkaufsmanager in mehr als 400 Betrieben befragt.

Die trübe Stimmung ist nach Einschätzung von Experten der Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus vor allem eine Folge der rückläufigen Bestellungen aus Europa und den USA. Mittlerweile habe der Einkaufsmanagerindex der britischen Muttergesellschaft HSBC im zweiten Quartal des laufenden Jahres den niedrigsten Durchschnitt seit dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise Anfang 2009 verzeichnet, hieß es weiter. Im Umfeld der schwachen Geschäftseinschätzung hätten auch die Ergebnisse der Detailumfrage zur Beschäftigungskomponente erneut nachgegeben, "wenn auch in geringerem Umfang als in den Vormonaten."

Bereits am Vortag hatte die China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) eine Stimmungseintrübung in der Industrie gemeldet. Der für Juni ermittelte Indexwert rutschte von 50,4 Punkten im Vormonat auf 50,2 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit Ende 2011. Der Rückgang des am Markt stark beachteten Index fiel aber nicht so stark aus, wie Volkswirte zuvor befürchtet hatten. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten hatten einen Rückgang auf 49,9 Punkte erwartet.

Auch wenn der CFLP-Indikator nicht so schlecht ausfiel wie erwartet, rechnen die Experten wegen der derzeit schwächelnden chinesischen Wirtschaft mit weiteren Maßnahmen der Regierung. "Mit Blick auf einen signifikant nachlassenden Preisdruck hat die chinesische Regierung ausreichenden Spielraum für eine stimulierende Wirtschaftspolitik", hieß es hierzu von HSBC Trinkaus.

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