Sparpakete in der Eurozone: Deutschland wird weich

Sparpakete in der Eurozone: Deutschland wird weich

Bei dem heute beginnenden Treffen der G7-Länder sieht sich Deutschland aller Wahrscheinlichkeit nach wachsendem Druck ausgesetzt, mehr für das Wachstum in der Eurozone zu tun.

Am Vorabend der Zusammenkunft der G7-Finanzminister und Notenbanker in Großbritannien erklärte Schäuble bei einer Konferenz in London, es gebe für die Regierungen der Euro-Länder genügend Gestaltungsspielraum, um auf die Rezession in der Währungsunion zu reagieren.

Seine Aussagen reflektieren den jüngsten Richtungswechsel von Deutschland, das bis vor kurzem noch Spar-Programme als wichtigste Route für mehr Wohlstand angesehen hatte. Dahinter stehen wohl Anzeichen, dass der Wirtschaftseinbruch in der Region länger anhält als erwartet.

Die Arbeitslosigkeit in Europa hatte zuletzt Rekord-Stände erreicht. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund gab es Rufe aus anderen Teilen der Welt, es müsse mehr unternommen werden, um die Konjunktur anzuschieben.
US-Finanzminister Jacob J. Lew hatte beispielsweise in dieser Woche erklärt, Europa müsse die “richtige Balance” zwischen Wachstum und Einsparungen finden.

Italien ohne weitere Sparanstrengungen

In Italien sind nach Ansicht des neuen Wirtschaftsministers Fabrizio Saccomanni heuer weder weitere Einsparungen noch Steuererhöhungen nötig. Gleichzeitig deutete Saccomanni am Donnerstag in einem Interview mit dem Fernsehsender La7 an, dass die Regierung möglicherweise die Defizitziele für das kommende Jahr überarbeiten wird. "Die Regierung hat ihren gesamten Bewegungsspielraum beim Defizit 2013 genutzt und wird dies auch 2014 tun", sagte der ehemalige Notenbanker. Heuer peilt die Regierung eine Neuverschuldung von 2,9 Prozent der Wirtschaftsleistung an - knapp unter der 3,0-Prozent-Grenze des Euro-Stabilitätspaktes - und 2014 bisher 1,8 Prozent.

"Italien möchte Europa zu einer Strategie bewegen, die sich mehr auf das Wachstum konzentriert", erläuterte Saccomanni weiter. Er werde jedoch am Montag den Finanzministern der Euro-Gruppe bei deren Treffen versprechen, dass Italien zu seinen Budgetzielen stehen werde.

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