Spanien: Kunden räumen ihre Konten leer

Spanien: Kunden räumen ihre Konten leer

Laut einer Statistik der Europäischen Zentralbank (EZB) verringerten spanische Privatkunden und Unternehmen auch im August ihre Guthaben drastisch.

Den Angaben zufolge schmolzen die Einlagen bei den Banken des Landes um etwa 17,2 Milliarden Euro auf rund 1,492 Billionen Euro. Im Vergleich zum Vormonat schwächten sich die Abflüsse von spanischen Bankkonten aber deutlich ab. Die EZB hatte für Juli noch einen massiven Rückgang um etwa 74 Milliarden Euro gemeldet.

In den vergangenen zwölf Monaten sorgte die Schuldenkrise laut der EZB-Statistik bei den Einlagen spanischer Geldhäuser mittlerweile für einen Einbruch um fast 220 Milliarden Euro.

Durch Schuldenkrise und Rezession beunruhigte Anleger haben zudem aus Spanien bereits 13 Monate in Folge Milliarden abgezogen. Wie die Notenbank am Freitag in Madrid mitteilte, belief sich der Kapitalabfluss im Juli auf 15 Milliarden Euro und der Gesamtverlust in diesen 13 Monaten auf 331 Milliarden Euro - rund ein Drittel der spanischen Wirtschaftsleistung. Immerhin verlangsamte sich das Tempo damit zuletzt etwas, denn im Juni waren noch rund 57 Milliarden Euro aus dem Land geflossen. Experten warnten jedoch davor, zu viel in diesen Rückgang zu interpretieren, da es sich um sehr volatile Kennzahlen handele.

Im Verlauf des Jahres hatte sich die Bankenkrise in Spanien stark zugespitzt und das Euroland musste internationale Finanzhilfen zur Sanierung der angeschlagenen Geldhäuser beantragen. Spanien wird zur Rettung maroder Banken allerdings nur einen Teil der von der EU zugesagten Hilfen benötigen.

Auch bei den Banken in Griechenland meldete die EZB einen Rückgang der Einlagen, nachdem sich in dem schwer angeschlagenen Euroland die Situation zuletzt noch etwas entspannt hatte. Im August betrugen die Einlagen den Angaben zufolge 158,7 Milliarden Euro nach 159,4 Milliarden Euro im Vormonat.

Eine Besserung zeigte sich hingegen bei den Bankeinlagen in Italien. Die drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone leidet ebenfalls unter den Folgen der Schuldenkrise. Allerdings stiegen die Bankeinlagen hier im August laut EZB um 1,3 Milliarden Euro auf 1,436 Billionen Euro.

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