Spanien: Juan Carlos dankt ab

Spanien: Juan Carlos dankt ab

"Ich bin überzeugt, dass dies der beste Zeitpunkt für einen Wandel ist", erklärte der Regierungschef. Für seine Entscheidung habe Juan Carlos persönliche Gründe angeführt. Aus dem Königshaus verlautete, der Monarch danke nicht aus gesundheitlichen, sondern politischen Gründen ab. Um den Rücktritt zu ermöglichen, plant die Regierung eine Verfassungsänderung.

Juan Carlos hat in der Bevölkerung jahrzehntelang ein hohes Ansehen genossen. Der heute 76-jährige spielte eine wichtige Rolle bei der Demokratisierung des Landes nach dem Ende der Franco-Diktatur in den 70er Jahren. Wegen einer Reihe von Korruptionsskandalen und anderer Fehltritte ist das Ansehen des spanischen Königshauses zuletzt aber gesunken.

Gegen die spanische Prinzessin Cristina und ihren Mann Inaki Urdangarin wird wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäsche im Rahmen einer Wohltätigkeitsstiftung ermittelt. Ein Gericht auf Mallorca dürfte in Kürze darüber entscheiden, ob es zu einem Prozess kommen wird. Ob der Rücktritt des Königs mit den Ermittlungen zusammenhängt, ist unklar. Juan Carlos habe seine Entscheidung bereits im Januar getroffen, hieß es im Königshaus. Aus Rücksicht auf die Europawahl habe er aber mit der Verkündung gewartet.

"Es ist eine politische Entscheidung", sagte ein Insider aus dem Königshaus. "Er dankt angesichts der neuen Herausforderungen in Spanien ab, weil er denkt, dass es notwendig ist, Platz für die neue Generation zu machen." Im Zuge der Schuldenkrise ist die spanische Wirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt, von der sich das Land nur langsam erholt. Die Arbeitslosigkeit besonders unter jungen Spaniern ist auf einem Rekordhoch.

Geheime Elefantenjagd in Botswana

Vor diesem Hintergrund sorgte Juan Carlos mit einem Safari-Ausflug auf dem Höhepunkt der Krise 2012 für Schlagzeilen. Die kostspielige, wenngleich privat finanzierte Elefantenjagd in Botswana war vom Königshaus zunächst geheim gehalten worden. Doch während der Safari stürzte der König und brach sich die Hüfte, womit der Ausflug an die Öffentlichkeit gelangte.

In einer Umfrage sprachen sich im Januar zwei Drittel der Spanier dafür aus, dass Juan Carlos als König abdanken sollte. Dagegen genießt der 46-jährige Prinz Felipe ein höheres Ansehen. So gaben 66 Prozent der Befragten an, dass der Thron unter einem König Felipe das verlorengegangene Prestige zurückgewinnen könnte.

Im vergangenen Jahr hatte in den Niederlanden Königin Beatrix ihrem Sohn Willem Alexander den Thron übergeben. Kurz darauf folgte der belgische König Albert II. dem Beispiel, um den Thron für seinen ältesten Sohn Prinz Philippe freizumachen.

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