Spanien – Drei Millionen Menschen leben in absoluter Armut

Spanien – Drei Millionen Menschen leben in absoluter Armut

Wie die katholische Hilfsorganisation Caritas am Donnerstag in Madrid mitteilte, leben in Spanien drei Millionen Menschen in absoluter Armut. Das sind doppelt so viele wie 2008 bei Ausbruch der Krise.

Zu dieser Kategorie werden Bewohner mit Einkommen von weniger als 307 Euro im Monat gezählt. Sie machen 6,4 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes aus.

Caritas betreute 2012 in Spanien 1,3 Millionen Bedürftige, dreimal so viele wie vor der Wirtschaftskrise. Das durchschnittliche Einkommen der Bevölkerung sei in dieser Zeit um vier Prozent gesunken, die Preise dagegen seien um zehn Prozent gestiegen, betonte Caritas in ihrem Jahresbericht.

Aufgrund der Sparpolitik der Regierung drohe in Spanien nun eine "zweite Welle der Verarmung". Die Familien seien die wichtigste Institution bei der Unterstützung von Bedürftigen. Sie würden jedoch durch das Ausmaß der Krise in ihrer Schutzfunktion überfordert.

400 Millionen Kinder leben laut Weltbank in "entsetzlicher" Armut

Auf der Welt leben einer neuen Studie zufolge 400 Millionen Kinder in extremer Armut. Das sei rund ein Drittel aller Menschen, die mit weniger als 1,25 US-Dollar (0,92 Euro) pro Tag auskommen müssten, teilte die Weltbank am Donnerstag in Washington mit. Die internationale Gemeinschaft müsse alles dafür tun, die Kinder aus ihrer "entsetzlichen Situation" zu befreien, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Er sprach von einer "großen und dringenden Herausforderung".

In einkommensschwachen Ländern liege der Anteil der Kinder in extremer Armut sogar bei der Hälfte. Für die meisten sei es derzeit unmöglich, sich im Laufe ihres Lebens aus der Lage zu befreien.

Insgesamt sei die Zahl der sehr armen Menschen in den vergangenen drei Jahrzehnten aber um 721 Millionen auf 1,2 Milliarden gesunken. "Wir sind Zeugen eines historischen Moments, in dem sich die Menschen selbst aus der Armut befreien", sagte Kim bei einer Pressekonferenz zum Auftakt der gemeinsamen Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Die meisten Fortschritte habe es in Indien und China gegeben, während die Situation in Afrika weiter schlecht sei.

Das Ziel seiner Organisation sei, den Anteil der extremen armen Menschen bis 2020 auf neun Prozent zu reduzieren. "Unsere Strategie ist kühn", sagte er.

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