Spanien braucht 180 Milliarden Euro

Spanien braucht 180 Milliarden Euro

Das geht aus einer Prognose der französischen Großbank BNP Paribas hervor. Sollte der Euro-Rettungsschirm ESM etwa 50 Prozent dieser Summe auffangen, dann würde sich der Bedarf also noch immer auf 90 Mrd. Euro belaufen.

Selbst wenn Spanien die verbleibenden Mittel aus dem 100 Mrd. Euro schweren Banken-Rettungspaket anzapfen könnte, würde die Lücke noch nicht geschlossen werden. Die Bank schätzt, dass rund 40 Mrd. Euro der für die Banken des Landes bereitgestellten Gelder übrig bleiben werden.
Die Europäische Union (EU) hatte am Donnerstag darauf hingewiesen, dass die Gelder aus dem Banken-Rettungspaket nicht zweckentfremdend eingesetzt werden dürfen.

Der spanische Bankensektor benötigt nach Einschätzung der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, weniger Finanzhilfen als angenommen und von BNP geschätzt. Lagarde sagte dem "Wall Street Journal" (Donnerstag), der Bedarf liege bei etwa 40 Milliarden Euro, wie es der IWF im Juni in etwa prognostiziert hatte.

Der BBVA-Chef ist diesbezüglich weniger optimistisch: Der Stresstest für die spanischen Banken wird voraussichtlich einen Kapitalbedarf von 70 bis 80 Milliarden Euro ergeben. 20 Milliarden Euro haben die Geldhäuser allerdings schon zum Stopfen der Löcher bekommen. Daher dürfte Spanien von den 100 Milliarden Euro, die es von seinen Euro-Partnern zur Banken-Stützung in Aussicht gestellt bekommen hat, nun 50 bis 60 Milliarden Euro in Anspruch nehmen, so Francisco Gonzales.

Genaue Zahlen würden zwar erst in der kommenden Woche vorliegen, sagte der Chef der zweitgrößten spanischen Bank, es werde aber wohl um "70, 75 oder 80 Milliarden Euro" gehen, fügte er hinzu. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, das würde sich mit den Erwartungen ihres Hauses decken. Aus Kreisen der Notenbank hieß es, diese habe am Donnerstagmorgen damit begonnen, die Banken über die Ergebnisse des Stresstests zu informieren. Offiziell soll dessen Ergebnis am 28. September vorgestellt werden. Die genauen Beträge für die einzelnen Banken legt das US-Prüfungsunternehmen Oliver Wyman der Regierung in Madrid vor.

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