"Sobald ein Sturm auf Banken erst einmal begonnen hat, macht es für alle Sinn, mitzumachen"

"Sobald ein Sturm auf Banken erst einmal begonnen hat, macht es für alle Sinn, mitzumachen"

Der Chef des weltgrößten Anleihenhändlers Pimco, Mohamed al-Erian, befürchtet einen Massenansturm auf die Banken in Zypern und anderen Euro-Staaten.

Das Risiko müsse genau beobachtet werden, sagte Erian der Zeitung "Bild". "Das Schwierige daran ist: Sobald ein Sturm auf die Banken erst einmal begonnen hat, macht es für alle Sinn, mitzumachen. Deshalb lässt er sich so schwer stoppen."

al-Erian ortet auch eine "Ermattung" der Retter in der Eurozone: "Das ursprüngliche Rettungspaket für Zypern wurde innerhalb weniger Stunden von nahezu allen verworfen, die ursprünglich zugestimmt hatten. Das deutet auf Koordinierungsprobleme und auch Ermüdungserscheinungen unter den Rettern hin." Den zunächst geplanten "Rückgriff auf die Kleinsparer" nennnt er einen "Tabubruch".

Euro in Gefahr

Der Pimco-Manager sieht die Euro-Zone auch als ganzes in Gefahr, denn das Vertrauen in der Bevölkerung sinkt laufend: "Zur Wahl steht eine kleinere, homogenere Währungsunion oder ein klares Bekenntnis zu langfristiger und weitreichender finanzieller Unterstützung für die schwächeren Mitgliedsstaaten. Diese Entscheidung kann nur Europa selbst treffen. Je länger die Politik aber dafür benötigt, desto größer werden die Risiken für den Euro, da die Bürger das Vertrauen in die Politik und die etablierten Parteien verlieren."

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