"Snowmageddon" in USA: Bis zu 18 Tote

"Snowmageddon" in USA: Bis zu 18 Tote

Der neue Schneesturm in den USA forderte bereits zahlreiche Opfer: Bis zu 18 Menschen sind bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Laut US-Sender CNN sind rund 100 Millionen Amerikaner betroffen, zehntausend Flüge wurden gestrichen. US-Präsident Barack Obama verhängte über weite Teile von Georgia und South Carolina den Notstand.

Unter den Toten war auch eine Schwangere, die in New York mit einem Schneepflug zusammenprallte. Ihr Baby konnte in einer Notoperation gerettet werden.

Laut dem US-Sender CNN sind 100 Millionen Amerikaner von den Wetterkapriolen betroffen. Hunderttausende Menschen waren landesweit ohne Strom, 10.000 Flüge wurden gestrichen. Die Meteorologen verbreiteten unterdessen wenig Hoffnung auf ein Ende der Eiseskälte: Sie kündigten weitere Schneefälle an, vor allem im Nordosten des Landes.

Schwangere von Schneepflug getötet worden

Beim Kampf gegen die Schneemassen kam es in New York zu einem tragischen Unfall: Eine schwangere Frau wurde nach übereinstimmenden Medienberichten auf einem Parkplatz von einem Schneepflug angefahren. Die 36-Jährige erlag ihren Verletzungen. Ihr Baby konnte in einer Notoperation per Kaiserschnitt gerettet werden, es schwebte aber in Lebensgefahr.

Neben der Ostküste waren auch einige Südstaaten von dem Wintersturm betroffen. So verhängte Präsident Barack Obama bereits über weite Teile von Georgia und South Carolina den Notstand. In den südlichen Bundesstaaten der USA sind die Bewohner kaum auf Schnee und Eis eingestellt. Die Medien überschlugen sich am Donnerstag angesichts der eintreffenden Unwetter-Nachrichten mit immer neuen Superlativen. In Anlehnung an den Katastrophenfilm "Armageddon - das Jüngste Gericht" wurde der Sturm nun als "Snowmageddon" bezeichnet.

"Wenn Sie an einem warmen Fleck und in Sicherheit sind, dann bleiben Sie dort!", redete der Gouverneur von North Carolina, Pat McCrory, seinen Mitbürgern ins Gewissen. "Wir wollen keine weiteren Todesfälle!" Vielerorts fielen mehr als 30 Zentimeter Neuschnee, der die Straßen in Rutschbahnen verwandelte. Die Großstädte Raleigh und Charlotte glichen angesichts der vielen liegen gebliebenen Fahrzeuge einem einzigen Parkplatz. Dem Nachrichtensender CNN zufolge waren mehr als 770.000 Haushalte ohne Elektrizität, weil Schnee und Eis die überirdischen Stromleitungen zum Einsturz brachten. Nach Angaben des Pentagons waren mehr als 2.300 Nationalgardisten im Einsatz, die Katastrophenschutzbehörde FEMA unterstützte mehrere Bundesstaaten beim Krisenmanagement.

Luftverkehr stark beeinträchtigt

Die Kaltfront wirbelte auch den Luftverkehr durcheinander, besonders betroffen waren die Großflughäfen von Atlanta, Philadelphia, Washington und New York. Schon am Mittwoch waren nach Angaben der Webseite flightaware.com landesweit mehr als 3.700 Flüge ausgefallen, am Donnerstag wurden mindestens 6.300 Verbindungen gestrichen.

Schulen in der Hauptstadt Washington bleiben geschlossen

Über Nacht setzte der Schneefall auch in Washington ein, das am Donnerstag einer Geisterstadt glich. Die Schulen in der Hauptstadt und im benachbarten Bundesstaat Maryland blieben geschlossen, Behörden und viele Firmen gaben ihren Angestellten schneefrei. Auch das politische Leben in Washington erlahmte angesichts der Wetterkapriolen: Mehrere im Senat geplante Anhörungen wurden annulliert, die tägliche Pressekonferenz im Weißen Haus fiel aus.

Die Kaltfront zog an der Küste entlang weiter nach Norden, auch New York lag unter einer dicken Schneedecke. Der Sturm stelle die Ostküstenmetropole vor eine "Herkulesaufgabe", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Die Stadt habe 1.900 Schneepflüge und 475 Streufahrzeuge im Einsatz. Schätzungen zufolge dürften insgesamt 100 Millionen US-Bürger in zwei Dutzend Bundesstaaten bei Schnee und Eis bibbern.

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