Slowenien: Banken schreiben tiefrote Zahlen

Slowenien: Banken schreiben tiefrote Zahlen

Nach der größten Bank des Landes, Nova Ljubljanska Banka (NLB), haben auch die Nova Kreditna Banka Maribor (NKBM) und Abanka Vipa im ersten Halbjahr 2013 ein negatives Ergebnis verzeichnet. Dazu haben am meisten hohe Kosten für Risikovorsorge beigetragen.

Die NKBM hat in den ersten sechs Monaten einen Nettoverlust von 44,2 Mio. Euro geschrieben. Das war um 14,5 Prozent mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Die zweitgrößte Bank im Land musste Rückstellungen und Abschreibungen in der Höhe von 58,6 Mio. Euro vornehmen, um 4,5 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode. Vor Rückstellungen betrug der Gewinn 12,2 Mio. Euro, teilte die Bank mit. Ein Ergebnis für die gesamte NKBM-Gruppe wurde noch nicht veröffentlicht.

Hohe Risikovorsorge trieb auch die drittgrößte Bank in rote Zahlen. Die Gruppe rund um Abanka Vipa hatte im ersten Halbjahr ein Minus von 19,5 Mio. Euro eingebucht. Der Nettoverlust war damit um 24 Prozent höher als in der Vergleichsperiode. Rückstellungen und Abschreibungen beliefen sich auf knapp 38 Mio. Euro, teilte die Bank mit.

Die größte Bank, die NLB, verzeichnete unterdessen einen Gruppenverlust von 91 Mio. Euro. Das Halbjahresergebnis für den gesamten slowenischen Bankensektor ist noch nicht bekannt – laut Daten der slowenischen Notenbank hatten aber die Banken bereits in den ersten fünf Monaten einen Nettoverlust in der Höhe von 108 Mio. Euro verzeichnet.

Alle drei staatseigenen Banken warten auf den Start der Bad Bank, um ihre notleidenden Kredite auf diese neugegründete Institution auszulagern. Erste Transfers, die für Ende Juni geplant waren, verzögerten sich wegen Auflagen der Europäischen Kommission, die unabhängige Stresstests forderte. Deren Ergebnisse liegen noch nicht fest. Die slowenische Regierung zielt nun darauf, die ersten Transfers bis Ende September durchzuführen. Insgesamt sitzen Sloweniens Geldhäuser auf ausfallgefährdeten Krediten von rund 7 Mrd. Euro, davon sollen 3,3 Mrd. in die Bad Bank überführt werden.

Verbunden mit den Verzögerungen der Stresstests und dem Start der Bad Bank sind auch die Rekapitalisierungen der drei Banken. Die Notenbank gewährte der Abanka deswegen einen Fristaufschub für die geplante Kapitalaufstockung bis Ende des Jahres. Der dritte Rekapitalisierungsversuch in der Höhe von 90 Mio. Euro sollte ursprünglich bis Ende Juli durchgeführt werden. Deutlich höhere Kapitalspritzen brauchen die anderen zwei Großbanken: die NKBM strebt 400 Mio. Euro an, die NLB 500 Mio. Euro.

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