Slowenien schießt nach – 900 Millionen Euro für die zwei größten Banken

Slowenien schießt nach – 900 Millionen Euro für die zwei größten Banken

Der slowenische Staat soll insgesamt 900 Mio. Euro in die Nova Ljubljanska Banka und Nova Kreditna Banka Maribor pumpen. Die Hauptversammlungen der NLB und NKBM gaben grünes Licht für die Kapitalerhöhungen.

Die Regierung hat im Rahmen der Rettungsbemühungen für den angeschlagenen Bankensektor schon zuvor angekündigt, die von ihr kontrollierten Banken mit insgesamt 900 Mio. Euro bis Ende Juli zu rekapitalisieren. Bereits im Juni soll auch damit begonnen werden, die Problemkredite, die bei den Staatsbanken liegen, in eine "Bad Bank" auszulagern. Den Großteil von faulen Kredite in Gesamtvolumen von 7 Mrd. Euro tragen die NLB und NKBM. Insgesamt sollen Problemkredite im Umfang von 3,3 Mrd. Euro von den drei größten Banken ausgelagert werden.

Die Hauptversammlung der größten Bank des Landes, der NLB, hat am Dienstag eine Kapitalerhöhung mit genehmigtem Kapital in der Höhe von 500 Mio. Euro beschlossen, berichteten slowenische Medien. Ursprünglich war eine Kapitalspritze von 367 Mio. Euro geplant, doch der Staatsfonds SOD hat bei der Aktionärsversammlung die Summe aufgestockt. Der Vorstand wurde damit ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren eine Rekapitalisierung in dieser Höhe durchzuführen.

Bereits am Tag zuvor haben die Aktionäre der zweitgrößten Bank am Montag dem NKBM-Vorstand die Erlaubnis erteilt, innerhalb von fünf Jahren das Kapital der Bank um bis zu 400 Mio. Euro aufzustocken, hieß es aus der Bank. Auch bei der NKBM war zunächst eine niedrigere Rekapitalisierungssumme angepeilt. Die Vertreter des Staates haben auch hier den ursprünglichen Vorschlag einer Barkapitalerhöhung von 300 Mio. Euro bei der Hauptversammlung geändert.

Bei den bevorstehenden Kapitalerhöhungen durch den Staat kann in beiden Banken das Bezugsrecht von anderen Aktionären ausgeschlossen werden. Die Republik Slowenien hält bereits jeweils mehr als 90 Prozent an beiden Banken. Da die beschlossenen Kapitalerhöhungen ein Teil des Bankensanierungsprogramms sind, geht man von einem Squeeze-out der Kleinaktionäre aus. Die NKBM steht auf der Liste der Staatsbetriebe, die der Staat demnächst privatisieren will.

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