Skandal um republikanisches Schwergewicht Christie

Skandal um republikanisches Schwergewicht Christie

Der republikanische Gouverneur des US-Staats New Jersey, Chris Christie, ist in einen handfesten Skandal verwickelt. Mitarbeiter Christies sollen laut Medienberichten im September mehrere Spuren der vielbefahrenen George-Washington-Brücke zwischen New York und der Stadt Fort Lee gesperrt haben, um sich an deren Bürgermeister zu rächen.

Der Bürgermeister von Ford Lee, der Demokrat Mark Sokolich, hatte sich vergangenes Jahr geweigert, die Wiederwahl des Republikaners Christie zu unterstützen. Christie bestreitet, vom Vorgang rund um die George-Washington-Brücke gewusst zu haben.

Die "New York Times" und der Fernsehsender NBC berichteten am Mittwoch über mehrere E-Mail zwischen Vertrauen Christies. Diese sollen darauf hinweisen, dass die Brücke gezielt gesperrt wurde, um Sokolich durch Staus Ärger zu bereiten.

"Zeit für einige Verkehrsprobleme in Fort Lee", schrieb demnach Christies stellvertretende Büroleiterin Bridget Anne Kelly dem Mitarbeiter der Hafenbehörde David Wildstein. "Verstanden", antwortete daraufhin Wildstein, der ein Schulfreund Christies ist und von diesem auf seinem Posten ernannt worden war.

Die Hafenbehörde sperrte die Brücke zwischen der Region New York und dem Bundesstaat New Jersey nach dem E-Mail-Wechsel, offiziell für eine Verkehrsstudie. Am 10. September schrieb Wildstein dann an Kelly: "Ist es falsch, dass ich lächle?" Zugleich äußerte er sein Bedauern über die Kinder, die teils stundenlang im Verkehr feststeckten. Daraufhin erwiderte Kelly, dies seien die Kinder der Wähler von Christies demokratischer Rivalin im Rennen um den Gouverneursposten, Barbara Buono.

Rückschlag für Christies Ambitionen auf Präsidentschaft
Chris Christie ist zurzeit einer der populärsten Politiker innerhalb der republikanischen Partei. Er gilt als aussichtsreichster Kandidat auf die Nominierung zur Präsidentschaftswahl 2016. Vor allem der Umstand, dass Christie im traditionell demokratischen Staat New Jersey im vergangenen November mit 60 Prozent als Gouverneur bestätigt wurde, machte ihn für Experten zum aussichtsreichsten Kandidaten.

Christie gilt als gemäßigter Republikaner. Er erntete große Anerkennung für seinen Einsatz nach dem Hurrikan "Sandy" 2012 über Parteigrenzen hinweg. Einzig die radikale Tea-Party-Bewegung ist kein Fan von Christie, vor allem seine Zusammenarbeit und sein Lob für Präsident Obama nach "Sandy" ist der republikanischen Splittergruppe ein Dorn im Auge.

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