Serbien: Beitrittsverhandlungen mit der EU haben begonnen

Serbien: Beitrittsverhandlungen mit der EU haben begonnen

Serbien hat am Dienstag nun auch offiziell die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union begonnen. Ministerpräsident Ivica Dacic vertrat sein Land beim formellen Auftakt der Gespräche in Brüssel. Doch der Weg bis zum entgültigen Beitritt des Balkanstaates ist ein steiniger.

Es wird erwartet, dass die Verhandlungen etwa sechs Jahre dauern werden. Serbien muss Gespräche mit den Regierungen aller 28 EU-Staaten führen, die bei allen Etappen einstimmig zustimmen müssen. Österreich ist ein Befürworter des serbischen EU-Beitritts.

Im Optimalfall könnte Serbien also 2020 der EU beitreten. Die Hürden sind vor allem wirtschaftlicher Natur. Außerdem muss Serbien die Beziehungen mit den früheren jugoslawischen Ländern, vor allem der Provinz Kosovo, normalisieren. Der Kosovo könnte aber zum Stolperstein für Serbien werden: "Es war niemals auf dem Tisch, dass wir unsere Haltung (zum Kosovo) ändern", meint Dadic. Serbien ist nach Ansicht der EU-Kommission auch noch weit davon entfernt, die EU-Standards hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit sowie der Bekämpfung der Korruption und des organisierten Verbrechens zu erfüllen.

Schwierige Vergangenheit, langer Weg zur EU
Erste Annährungen zwischen Serbien und der EU gab es im Jahr 2005, nach dem Sturz des Milosevic-Regimes. Es dauerte aber lange, bis Serbien einen Draht zur Europäischen Union fand. Dies lag nicht zuletzt an der mangelnden Zusammenarbeit bei der Auslieferung mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus den Jugoslawien-Kriegen.

Nachdem die Beitragsverhandlungen nun Fahrt aufgenommen haben, stehen 2014 Vehandlungen über Justiz und Grundrechte an. Bis Jahresende sollte es dazu einen Aktionsplan geben. "Je früher wir diese beiden grundlegenden Kapitel eröffnen, desto rascher können wir auch andere Kapitel aufmachen." Die beiden Rechtskapitel zählten zu den wichtigsten im Verhandlungsprozess, sie sollten zu den ersten Bereichen gehören, die eröffnet werden, und zu den letzten, die abgeschlossen werden.

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