Schwellenländer erwägen eigenen Anti-Krisenfonds

Schwellenländer erwägen eigenen Anti-Krisenfonds

Im Kampf um mehr Macht im Internationalen Währungsfonds (IWF) erhöhen die großen Schwellenländer ihren Druck.

Der russische Vize-Finanzminister Sergej Stortschak (Bild) brachte am Donnerstag den Aufbau eines eigenen Anti-Krisenfonds von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) ins Gespräch. Diese Option werde von den BRICS-Staaten erwogen für den Fall, dass sie im IWF nicht mehr Mitspracherechte erhalten sollten. "Es ist eindeutig, dass die BRICS-Länder ein Stadium erreicht haben, wo sie verlangen können, berücksichtigt zu werden", sagte Stortschak am Donnerstag vor Journalisten. Aus dieser Sicht sollten Währungsswaps "oder vielleicht an einem bestimmten Punkt ein gemeinsamer Anti-Krisenfonds" geprüft werden. "Es wäre eine parallele Einrichtung in Ergänzung zum IWF", erläuterte der Minister.

Auf dem G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos hatte China zugesichert, 43 Milliarden Dollar zu den Krisenreserven des IWF beizusteuern. Insgesamt stellen die BRICS 75 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die fünf Länder repräsentieren 43 Prozent der Weltbevölkerung und etwa 18 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Sie sehen sich im IWF jedoch nicht entsprechend ihrem gewachsenen wirtschaftlichen Gewicht repräsentiert und fordern eine umfassende Reform der Stimmrechte und der Länderquoten. Zusammen verfügen die BRICS-Länder über Reserven von vier Billionen Dollar, ein Großteil davon entfällt auf China.

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