Schweden dreht den Geldhahn auf

Schweden dreht den Geldhahn auf

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung dreht die schwedische Notenbank überraschend an der Zinsschraube. Reichsbank-General Stafan Ingves senkt den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent.

Die schwedische Notenbank hat unerwartet die Zinsschraube gelockert und reagiert damit auf wachsende Probleme der Exporteure im Lande wegen der steigenden Landeswährung Krone.

Die Reichsbank senkte ihren Leitzins erstmals seit Februar um 25 Basispunkte oder einen viertel Prozentpunkt auf nunmehr 1,25 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Lediglich sechs von insgesamt 22 befragten Analysten hatten einen solchen Schritt laut einer Bloomberg-Umfrage erwartet. Der Rest der Experten rechnete demnach nicht mit einer Leitzinsänderung.

Damit hat die schwedische Notenbank ihren Leitzins zum dritten Mal seit Dezember reduziert. Derzeit leidet die Wirtschaft unter einem Nachfragerückgang aus den Ländern der Eurozone, wo die Schuldenkrise derzeit die Konjunktur wesentlich belastet.

Die schwedische Reichsbank ist damit unter zunehmenden Handlungsdruck geraten. Exporteure und Gewerkschaften störten sich insbesondere an der starken Krone, die im August zeitweise den höchsten Stand seit zwölf Jahren markiert hatte.

Es werde nun klar, dass sich die internationale Konjunktur schneller abschwächt, als es die Reichsbank prognostiziert habe, sagte Chefökonom Roger Josefsson von der Danske Bank A/S in Stockholm. “Die Krone ist dabei nur ein Teil der Argumentation”, sagte er zu den Gründen für diese Leitzinssenkung.

Im Tagesverlauf wird laut den Ergebnissen einer Bloomberg- Umfrage die Europäische Zentralbank in Frankfurt dem Beispiel der schwedischen Reichsbank folgen und ihren Leitzinssatz ebenfalls um 25 Basispunkte von 0,75 auf 0,5 Prozent reduzieren.

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