Schwarzenberg: "Österreich verkauft sich in der Welt mit Kitsch und Habsburg-Recycling"

Schwarzenberg: "Österreich verkauft sich in der Welt mit Kitsch und Habsburg-Recycling"

Kritik übt er etwa an dem Abzug der österreichischen Soldaten von den Golanhöhen: "Man geniert sich, auch wenn man Außenminister des Nachbarlandes ist. Die Reaktionen waren zwischen Entsetzen und Gelächter", meint Schwarzenberg zu der international kontroversiell aufgenommenen Entscheidung.

"Ich war gerade als tschechischer Außenminister in Brüssel, als in Wien der Beschluss gefällt wurde. Da sind einige zu mir gekommen und haben gesagt: „Deine Österreicher, ha, ha, ha!“ Das tut weh."

Generell sieht Schwarzenberg, der zwar neben der tschechischen und der schweizerischen keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, aber durch umfangreiche Besitzungen lange Zeit in Österreich gelebt hat, den Stellenwert des Landes in der Welt geschwunden: "Österreich hat sich halt dazu entschlossen, sich selbst in der Welt mit Kitsch und Habsburg-Reycling zu verkaufen. Das ist traurig. Aber sogar ein so großer Pferdefreund wie ich kann langsam keinen Lipizzaner mehr sehen."

Aber auch im Land sieht Schwarzenberg politische Defizite: "Nötige Reformen wie die Erhöhung des Pensionsalters oder im Bildungswesen werden grundsätzlich nicht durchgeführt. Es geht Österreich so gut, dass man über die Mankos hinwegsieht. Das Land wird noch bittere Medizin schlucken müssen."

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